Alles Harmonie? Wie sich orthodoxe Theologie zur Staatsmacht stellt

Der russisch-orthodoxe Patriarch und Wladimir Putin posieren häufig gemeinsam vor der Kamera. Zur Fussball-WM im Juni werden sie das wohl wieder tun. Wie muss man solche Bilder lesen? An einer Tagung am Leibniz-Institut in Mainz wurde die Beziehung von orthodoxer Theologie und Politik diskutiert.

Symbol auf Orange
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Ob Russland, Serbien oder Griechenland, - meistens stehen orthodoxe Kirchen ihrem Staat nahe und sehen sich zuständig, für die «Harmonia» oder «Symphonia» zwischen Staat und Kirche zu sorgen. Oft verstehen sie sich als Nationalkirchen. Westliche Kirchen nehmen den Kurs manch einer orthodoxen Kirche gar als nationalistisch war. Aber stimmt das?
Es gibt durchaus auch Situationen, in denen orthodoxe Theologie und Kirche gegen die Staatsmacht opponieren. An einer Tagung der Universität Mainz wurde die politische Theologie in der Orthodoxie diskutiert. In Perspektiven hören Sie aktuelle Eindrücke davon.


Redaktion: Judith Wipfler