Die Zeichen der Zeit. Der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach

Was katholische Soziallehre ist, hat der Jesuit Friedhelm Hengsbach gleichsam mit erfunden. Leider sieht der nun 80jährige Ökonom das Konzept von einer biblisch inspirierten Gerechtigkeitswirtschaft heute mehr gefährdet denn je. Die absolute Macht liege immer noch in Händen weniger Besitzender.

Friedhelm Hengsbach
Bildlegende: Friedhelm Hengsbach imago/Horst Galuschka

Als katholischer Sozialethiker versucht Hengsbach konsequent die Perspektive der Nichtbesitzenden einzunehmen, also derer, die auf Erwerbsarbeit angewiesen bleiben, davon aber immer weniger leben können, auch bei uns in Europa. Selbst an der Politik der deutschen CDU-Kanzlerin lässt Hengsbach kaum ein gutes Haar. Die Politik liesse sich ihre Entscheide immer noch von der Geldwirtschaft diktieren. Die Zeichen der Zeit menschenwürdig zu deuten, ist sein Anliegen im Perspektivengespräch. Darin blickt der Wirtschaftsethiker auch auf sein jahrzehntelanges Wirken zurück.

Redaktion: Norbert Bischofberger