Wie Aramäisches Christentum in der Schweiz überlebt

Die Umgangssprache Jesu war Aramäisch, und so wurde das erste Vater Unser also auch auf Aramäisch gesprochen. Das ist zwar lange her, die Sprache ist aber alles andere als tot.

Bärtiger Mann in christlicher Kleinung sitzt auf einem verzierten Holzstuhl
Bildlegende: Seine Heiligkeit Ignatius Aphrem II. Karim (Mitte), Patriarcharvikar von Antiochen und dem ganzen Osten der Syrischen Orthodoxen Kirche zu Besuch im Kloster in Arth 2014. Keystone

Vor allem Christen aus Syrien und dem Irak sprechen noch Aramäisch. Sie pflegen ihre Sprache und Traditionen heute meist in der Diaspora – auch in der Schweiz. In Arth im Kanton Schwyz gibt es ein syrisch-orthodoxes Kloster, wo Christen und Christinnen regelmässig zusammenkommen, um Gottesdienst zu feiern, aber auch um Aramäisch zu sprechen und die Gemeinschaft zu spüren. Sie sind stolz auf ihre Tradition und Sprache, und sie bemühen sich, beides zu erhalten.
Die aramäische Sprache und die aramäischen Traditionen sind aber nicht nur für syrisch-orthodoxe Christen prägend. Auch für andere Christen und Juden sei das Aramäisch eine der wichtigen Wurzeln, sagt die Geschichtsprofessorin Dorothea Weltecke, die an der Universität Konstanz die Forschungsstelle für Aramäische Studien leitet.

Wiederholung vom 25.01.2015

Redaktion: Antonia Moser