Das trübe Wetter schwächt die Knochen

Erwachsene sollten vor allem im Winter auf eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr achten, ältere Menschen und Kleinkinder das ganze Jahr über. So lautet die Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

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Vitamin-D-Mangel in der Schweiz

0:34 min, aus Puls vom 25.6.2012

Der Körper kann Vitamin D mithilfe von Sonne selbst bilden. Es fördert die Aufnahme von Kalzium im Darm sowie dessen Einlagerung in die Knochen, was für eine gesunde Knochen- und Zahnbildung notwendig ist. Eine Vitamin-D-Unterversorgung kann unter anderem zu einer ungenügenden Knochenbildung führen und die Entstehung von Osteoporose begünstigen. Dennoch sind die Schweizer besonders in den trüben Wintermonaten nicht ausreichend versorgt. Die BAG-Studie, an der rund 1400 Personen ab 15 Jahren teilgenommen haben, zeigt, dass die Vitamin-D-Versorgung in der Schweiz von der Jahreszeit abhängig ist. 80 Prozent der Bevölkerung weisen in den Sommermonaten (Juni bis September) einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel auf. In den Wintermonaten (Dezember bis März) kommt es aufgrund der geringeren Sonneneinstrahlung bei mehr als 60 Prozent jedoch zu einem Mangel.

Das BAG empfiehlt, sich im Sommer täglich kurze Zeit draussen aufzuhalten. Wer sich längere Zeit der Sonne aussetzt, sollte sich selbstverständlich ausreichend vor der Sonne schützen. Diese Empfehlungen basieren auf Grundlagen der Eidgenössischen Ernährungskommission, die im Auftrag des BAG einen entsprechenden Expertenbericht und Empfehlungen für die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen erarbeitete.


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Im Winter sollte die Vitamin-D-Versorgung bei drei- bis 60-jährigen Personen zusätzlich über die Ernährung sichergestellt werden. Besonders Lachs oder Eier sowie mit Vitamin D angereicherte Nahrungsmittel sollten dann häufiger auf den Speisezettel. Bei Kleinkindern, älteren Personen sowie Schwangeren und Stillenden sind zusätzliche Massnahmen zu beachten: Kinderärzte empfehlen, Kindern bis zum dritten Geburtstag Vitamin-D-Supplemente zu geben. Ältere Menschen, Schwangere und Stillende sollten ihren Bedarf mit ihrem Arzt abklären.

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