Eine Impfung gegen Hausstaubmilben-Allergene

Hausstaubmilben-Allergiker leiden jetzt im Winter besonders. Die meisten behelfen sich mit Nasensprays und Tabletten. Dabei gäbe es eine nachhaltigere Alternative: eine Desensibiliserung, ähnlich wie bei der Pollenallergie.

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Staubmilben-Allergie

3:37 min, aus Puls vom 16.12.2013

Im Winter ist es besonders schlimm: Die Heizungsluft wirbelt den Kot von Millionen von Milben und deren inneren Allergene in die Wohnungsluft. Die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten. Einmal eingeatmet beginnt die alljährliche Quälerei. Die Nase läuft, ist verstopft, der Niesreiz will kaum aufhören. Die Zeichen einer Allergie.

Dank wirksamer Nasensprays und Allergiemittel ist das einigermassen erträglich. Bei vielen Betroffenen bleibt es nicht dabei, auch die Lunge kann nach einiger Zeit betroffen sein. In der Schweiz reagieren neun Prozent der Erwachsenen und zwölf Prozent der Jugendlichen sensibel auf den Milbenkot. Fünf Prozent entwickeln sogar eine schwere Allergie.

Unbekannte Hilfe

Eigentlich gibt es für die Betroffenen Hilfe: die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Doch nur 1,2 Prozent der Milbenallergiker bekommen die Therapie. Unverantwortlich, meint Allergologe Prof. Arthur Helbling vom Unispital Bern. Die Patienten werden entweder von ihren Ärzten über diese Therapie erst gar nicht informiert oder kennen diese Option nur bei den Pollenallergie, aber nicht bei einer Milbenallergie. Er fordert , die Immuntherapie häufiger einzusetzen. Denn nur so lässt sich den betroffenen Milben-Allergikern wirklich helfen.

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