Krankenkassen übernehmen Brustkrebs-Scan mit MRI

Frauen mit erhöhtem Brustkrebs-Risiko können künftig mit Magnetresonanz-Tomografie untersucht werden. Der Bund hat entschieden, dass die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen müssen.

MRI-Scan einer Brust mit einem verdächtigen Knoten

Bildlegende: Der MRI-Scan bietet besonders bei dichtem Brustgewebe Vorteile gegenüber Röntgen oder Ultraschall. SRF

Heute werden die Mammografien mit Röntgen durchgeführt, unter Umständen auch mit Ultraschall. Vor allem bei jüngeren Frauen mit noch dichtem Brustgewebe sind Tumore damit aber nicht gut erkennbar. MRI-Aufnahmen könnten dieses Problem entschärfen.

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MRI statt Mammografie – Wieso noch nicht im Einsatz?

5:09 min, aus Puls vom 8.3.2010

Voraussetzung für die Kostenübernahme eines MRIs ist ein erhöhtes familiäres Brustkrebsrisiko. Dieses wird neu mit einem standardisierten Abklärungsschema ermittelt. In der Schweiz zählen 4000 bis 5000 Frauen zur Risikogruppe.

Bei einer genetischen Veranlagung ist die MRI-Untersuchung ab 30 Jahren ratsam; ab 40 kann die MRI-Aufnahme die herkömmliche Mammografie ergänzen. Das wird zu mehr Untersuchungen und höheren Kosten führen: Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit kostet eine Mammografie rund 190 Franken, die Kosten für ein «Mamma-MRI» belaufen sich auf etwa 670 Franken.

Auf der anderen Seite stehen präzisere Diagnosen und weniger schmerzhafte Untersuchungen, da die Brust nicht eingeklemmt werden muss.