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Körper & Geist Blutarmut – Wie erkennen, was tun?

Blässe, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Haarausfall, brüchige Nägel: klassische Symptome einer Blutarmut. Die Betroffenen haben aber nicht zu wenig Blut in den Adern, sondern zu wenig Sauerstoff im Blut – was meist auf einen Eisenmangel zurückzuführen ist.

Frierende, sehr bleiche Frau zieht die Schultern hoch.
Legende: Blässe ist ein klassisches Zeichen von Blutarmut. Colourbox

Wer an einer Anämie leidet, hat zu wenig rote Blutkörperchen und Hämoglobin im Blut. Für die Bildung von Hämoglobin braucht es unter anderem Eisen. Sind die Eisenspeicher des Körpers ungenügend gefüllt, wirkt sich dieser Eisenmangel negativ auf den Aufbau von Hämoglobin aus. Was unter anderem dafür sorgt, dass die Organe mit weniger Sauerstoff versorgt werden.

Die Sauerstoffknappheit im Blut kann sich im Alltag deutlich bemerkbar machen: «Das äussert sich zum Beispiel darin, dass man beim leicht bergauf gehen auf einer gewohnten Strecke schneller ermüdet und auch eine unbekannte Luftknappheit verspürt», erklärt Hausarzt Adrian Grunder. «Bei anhaltender Blutarmut können auch Warnsignale wie Konzentrationsstörungen, starke Blässe, Schlaflosigkeit, unerklärlicher Haarausfall, brüchige Nägel oder eine plötzliche Angina Pectoris infolge Sauerstoffuntersättigung des Herzmuskels auftreten.»

Prinzipiell kann jedermann von Blutarmut betroffen sein, jung und alt. Besonders häufig ist sie jedoch naturgemäss bei Frauen mit regelmässiger starker Monatsblutung ein Thema. Treten die erwähnten Symptome auf, sollten sie rasch ärztlich abgeklärt werden, denn auch eine leichte Blutarmut kann mit der Zeit ernste Folgen haben: «Grundsätzlich schädigt eine Anämie alle Organe, da diese mit zu wenig Sauerstoff versorgt werden», warnt Dr. Grunder. «Die daraus resultierenden Herz-Kreislauf-Beschwerden führen dazu, dass eine chronische Anämie mit einer höheren Sterblichkeit einhergeht.»

Ursache erkennen und behandeln

Bei der Behandlung einer Anämie gilt es in erster Linie, ihre Ursache zu erkennen und anzugehen. Besteht ein Problem bei der Blutbildung? Liegt ein beeinflussbarer Blutverlust vor? Leidet die betroffene Person an einer chronischen Sickerblutung im Magen-Darm-Bereich? Abzuklären ist auch, ob eventuell ein Tumor die Ursache des Problems ist.

Bei der Prophylaxe steht eine eisenreiche Ernährung im Vordergrund. Empfehlungen hierzu finden Sie in den «Verwandten Artikeln» oben rechts auf der Seite.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Vogt, Erde/Conthey
    Ich war Rentner mit Burnout. Blutuntersuchung im Dunkelfeldmikroskop zeigte viele "Münzrollen", zusammengeklebte rote Blutkörperchen, dh übersäuertes Körpermilieu: Sauerstofftransportkapazität eingeschränkt + diese "Pakete" fliessen nicht durch die Kapillaren (blasse Hände), die inneren Organe sind unterversorgt (bei mir wurde später Glaukom festgestellt!) Parallel zu meinem Zustand verbesserte sich das Blutbild innert weniger Monate. Warum wohl wird DFM von der Schulmedizin nicht angewendet?
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  • Kommentar von Esther, Basel
    Danke für den Bericht über Anämie. Aber ich fände es sehr hilfreich und informativ, wenn auch darauf hingewiesen würde, dass es noch eine andere, schwerwiegende Anämie gibt ausser Eisen- und Vitamin-B12-Mangel: Das MDS - myelodiplastisches Syndrom - mit seinen diversen, teilweise sehr seltenen Unter-Typen kann ebenfalls Anämie verursachen. Über dessen Entstehung gibt es kaum Infos, bestenfalls sind sie sehr schwierig zu bekommen. Aufklärung wäre z.B. für mich sehr wichtig und hilfreich. .
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