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Körper & Geist Schwitzen gegen Erkältungen

Wer regelmässig in die Sauna geht, stählt damit sein Immunsystem gegen den Angriff der Viren.

Legende: Audio Schwitzen – aber richtig! abspielen. Laufzeit 04:38 Minuten.
04:38 min, aus Ratgeber vom 30.10.2015.

Der Winter verlangt den körpereigenen Abwehrkräften einiges ab: draussen feuchte Kälte, drinnen trockene Heizungsluft. Dazu kommen volle Züge mit verschnupften Menschen und hustende Kollegen im Büro. Viren und Bakterien haben unter diesen Umständen leichtes Spiel, wenn das Immunsystem nicht 100-prozentig in Schuss ist.

Der Gang in die Sauna kann da vorbeugend wirken. Regelmässige Besuche sollen das Immunsystem trainieren und Erkältungen vorbeugen. Saunagänger sollen sogar nur halb so oft krank sein wie Menschen, die der Schwitzstube nichts abgewinnen können.

Im künstlichen Fieber

Beim Saunieren wirken im Wechsel Warm- und Kaltreize auf den Körper. Die starke Wärme in der Sauna veranlasst den Körper zur Erweiterung der Blutgefässe in der Haut und zu kräftigem Schwitzen. Dies hat den gleichen Effekt wie Fieber.

Legende: Video Saunagänger sind seltener krank abspielen. Laufzeit 00:16 Minuten.
Aus Puls vom 11.11.2013.

Der Körper reagiert mit der Bildung von Abwehrstoffen gegen Infekte, und der Schweiss transportiert Abfallprodukte aus dem Körper. Die Abkühlphase senkt die erhöhten Körpertemperaturen auf die Ausgangswerte.

Erkältung und Sauna?

Ist man hingegen bereits erkältet oder krank, dann ist der Besuch in der Sauna eher kontraproduktiv. Andere Saunagänger sind zudem einer enormen Ansteckungsgefahr ausgesetzt. In der feucht-warmen Saunaluft fühlen sich Viren wohl und überleben länger.

Bei chronischen Erkrankungen sollte man vor dem ersten Saunabesuch mit dem Arzt sprechen. Besondere Vorsicht ist geboten bei Herz-Kreislauf- oder Gefässerkrankungen wie der koronaren Herzkrankheit, bereits erlittenem Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion, Asthma, Multipler Sklerose oder Nierenkrankheit.

Je nach Ausmass und Stadium einer Erkrankung kann der Saunagang im Einzelfall gut tun oder aber gefährlich sein. Auch wer unter Schwindel und Kreislaufproblemen leidet, sollte sich unbedingt mit dem Arzt abstimmen.

Darüber hinaus ist es auch für den gesunden Saunagänger ganz wichtig, auf die Signale seines Körpers zu hören. Das heisst: Im Zweifelsfall lieber nur kurz in den heissen Raum und dafür längere Ruhepausen einlegen.

Tipps fürs richtige Saunieren

  • Vorher auf die Toilette gehen und anschliessend gründlich – aber nicht kalt – duschen.
  • Höchstens drei Saunagänge machen. Dazwischen mindestens 30 Minuten ruhen.
  • Anfänger setzen sich besser auf die unterste Treppenstufe, wo es weniger heiss ist.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Bernie Bossharet, Basel
    Es ist nicht einfach Saunaschwitzen, sondern ganz konkret hilft mega-stark DAMPF. Also in Sauna die DAMPF-Sauna (Dampf einatmen), im Laguna wars der Dampfiglu, der mir seit 20 Jahren mega-hilfreich war ( 4 x weniger krank, keine Stirnhölen und Lungen-Husten mehr). Wenn, dann nur kurz erkältet. Sofort reagieren wenn Kratz- oder Beissignale auftauchen, dann verschwindet jegliche Schnupfen/Husten/ Erkältung blitzartig! KEIN Medikament hat mir so geholfen (den Typ bekam ich im Novartis-Werkarztl.D.)
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