Schwitzen gegen Erkältungen

Wer regelmässig in die Sauna geht, stählt damit sein Immunsystem gegen den Angriff der Viren.

Der Winter verlangt den körpereigenen Abwehrkräften einiges ab: draussen feuchte Kälte, drinnen trockene Heizungsluft. Dazu kommen volle Züge mit verschnupften Menschen und hustende Kollegen im Büro. Viren und Bakterien haben unter diesen Umständen leichtes Spiel, wenn das Immunsystem nicht 100-prozentig in Schuss ist.

Der Gang in die Sauna kann da vorbeugend wirken. Regelmässige Besuche sollen das Immunsystem trainieren und Erkältungen vorbeugen. Saunagänger sollen sogar nur halb so oft krank sein wie Menschen, die der Schwitzstube nichts abgewinnen können.

Im künstlichen Fieber

Beim Saunieren wirken im Wechsel Warm- und Kaltreize auf den Körper. Die starke Wärme in der Sauna veranlasst den Körper zur Erweiterung der Blutgefässe in der Haut und zu kräftigem Schwitzen. Dies hat den gleichen Effekt wie Fieber.

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Saunagänger sind seltener krank

0:16 min, aus Puls vom 11.11.2013

Der Körper reagiert mit der Bildung von Abwehrstoffen gegen Infekte, und der Schweiss transportiert Abfallprodukte aus dem Körper. Die Abkühlphase senkt die erhöhten Körpertemperaturen auf die Ausgangswerte.

Erkältung und Sauna?

Ist man hingegen bereits erkältet oder krank, dann ist der Besuch in der Sauna eher kontraproduktiv. Andere Saunagänger sind zudem einer enormen Ansteckungsgefahr ausgesetzt. In der feucht-warmen Saunaluft fühlen sich Viren wohl und überleben länger.

Bei chronischen Erkrankungen sollte man vor dem ersten Saunabesuch mit dem Arzt sprechen. Besondere Vorsicht ist geboten bei Herz-Kreislauf- oder Gefässerkrankungen wie der koronaren Herzkrankheit, bereits erlittenem Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion, Asthma, Multipler Sklerose oder Nierenkrankheit.

Je nach Ausmass und Stadium einer Erkrankung kann der Saunagang im Einzelfall gut tun oder aber gefährlich sein. Auch wer unter Schwindel und Kreislaufproblemen leidet, sollte sich unbedingt mit dem Arzt abstimmen.

Darüber hinaus ist es auch für den gesunden Saunagänger ganz wichtig, auf die Signale seines Körpers zu hören. Das heisst: Im Zweifelsfall lieber nur kurz in den heissen Raum und dafür längere Ruhepausen einlegen.

Tipps fürs richtige Saunieren

  • Vorher auf die Toilette gehen und anschliessend gründlich – aber nicht kalt – duschen.
  • Höchstens drei Saunagänge machen. Dazwischen mindestens 30 Minuten ruhen.
  • Anfänger setzen sich besser auf die unterste Treppenstufe, wo es weniger heiss ist.

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