Dicke Trickfilmhelden, dicke Kinder

Homer Simpson ist kein Vorbild. Faul, unfreundlich, tollpatschig ist der Trickfilm-Familienvater. Und dick. Laut amerikanischen Forschern essen Kinder fast doppelt so viel Ungesundes, wenn sie dicken Trickfilmfiguren zuschauen, als wenn sie normalgewichtige Figuren sehen.

Die Comicfamilie Simpson in Kinosesseln mit Popcorn.

Bildlegende: Homer Simpson isst gerne - und jugendliche Zuseher dann offenbar auch. imago

Als übergewichtig werden Figuren wahrgenommen, die eine eiförmige Gestalt haben – egal, ob es menschliche Figuren oder Fantasieformen sind. Offenbar wecken diese Gestalten bei den Kindern die Lust, Ungesundes zu essen.

Dieses Studienresultat hat eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität von Colorado in Boulder rund um Margaret C. Campbell im «Journal of Consumer Psychology» veröffentlicht. Sie haben im Rahmen ihrer Studie 300 Kindern Zeichentrickfiguren verschiedenster Form und Grösse präsentiert.

Gleichzeitig melden die Forscher, dass man dem Einfluss der Cartoons offenbar nicht hilflos ausgeliefert ist: Konnten die Kinder nämlich ihr Wissen über gesunde Ernährung unter Beweis stellen, widerstanden sie den Keksen und Chips eher.

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