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Lifestyle Eine Wurst pro Tag ist schon zu viel

Wer täglich mehr als 40 Gramm Wurstwaren oder andere Arten verarbeiteten Fleischs isst, riskiert, früher zu sterben. Dies ist das Fazit einer europaweiten Studie mit rund 450’000 Teilnehmenden.

Legende: Audio Fleisch: Wieviel brauchen wir und geht es auch ohne? abspielen.
4:49 min, aus A point vom 05.03.2013.

Wer viele Fleischprodukte wie Wurstwaren, Salami oder Schinken isst, hat ein höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an Krebs zu sterben. Zurückzuführen ist dies etwa auf krebserregende Stoffe wie Nitrosamine, die durch das Salzen, Pökeln oder Räuchern entstehen. Verarbeitete Fleischprodukte sind zudem reich an Cholesterin und gesättigten Fetten, die ihrerseits mit dem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Wer viel Fleisch isst, lebt auch sonst eher ungesund

Andere Lebensstil- und Ernährungsfaktoren beeinflussen den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krankheits- oder Sterberisiko: So leben Vegetarier oft bewusst gesünder als Nichtvegetarier – sie treiben mehr Sport und rauchen seltener. Dies gilt auch für die vorliegende Studie von Forschern der Uni Zürich: Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer, welche die grösste Menge verarbeiteter Fleischprodukte essen, verzehren gleichzeitig weniger Früchte und Gemüse, konsumieren mehr alkoholische Getränke und rauchen mehr.

Aber selbst wenn diese Faktoren in der Auswertung der Daten berücksichtigt werden, bestätigt sich das zentrale Resultat der Studie: Personen, die jeden Tag mehr als 40 Gramm verarbeitete Fleischprodukte verzehren, haben ein erhöhtes Sterberisiko als solche, die weniger als 20 Gramm pro Tag essen.

Schmerzgrenze liegt bei 40 Gramm täglich

Fleisch hat aber auch Positives zu bieten, indem es zur Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen beiträgt. «Ein mässiger Fleischkonsum bis zu 40 Gramm pro Tag hat deshalb kein erhöhtes Sterberisiko zur Folge», fasst Erstautorin Prof. Sabine Rohrmann die positive Nachricht der Studie zusammen.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Jean Bänziger, Urnäsch
    Ich finde, dass die Hezte gegen Fleisch einen Höhepunkt erreicht hat, der kaum mehr zu überbieten ist.. Wir beteiben eine Metzgerei als Familienbetrieb und achten auf artgerechte Haltung und schonungsvolle Tötung der Tiere. Jetzt wird alles verdammt, was wir vor 50 Jahren als Errungenschaft errreicht haben. Nämlich ein Steak für jedermann. Wenn das so weitergeht wird unser Handwerk aussterben und viele Metzgereien werden schliessen müssen. Ist das ein Ziel überstudierter Professoren.
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  • Kommentar von Manuela Wiedmer, Bern
    An alle, die jetzt wieder motzen, dass zu viel gemotzt wird: Es geht ja nicht darum, dass alle vegetarisch werden müssten! Aber der Durchschnittswesteuropäer isst absolut zu viel... Abgesehen von den gesundheitlichen Auswirkungen finde ich die ökologischen viel schlimmer! Der Landverbrauch für Fleisch ist immens und der Wasserverbrauch fast pervers: 900l für 1kg Kartoffeln, 15'500l für 1kg Rindfleisch! Für 1kg Fleisch braucht man 7-16kg Getreide oder Soya. Überlegt euch besser mal diese ...
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  • Kommentar von Marcel Sommer, Elsau
    Esst mehr Wurst. Das wird Eco Pops freuen.
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