Knoblauch essen ohne Fahne

Gegen die Knoblauchfahne ist – zumindest langfristig – kein Kraut gewachsen. Kurzfristig helfen aber ein paar Tricks.

Dass wir nach Knoblauch riechen, liegt am Allicin. Diese schwefelhaltige Substanz entsteht beim zerkleinern der Zehen in einer chemischen Reaktion aus der Vorläufersubstanz Alliin. Dieses gelangt mit dem Essen in den Verdauungstrakt, von wo aus sie ins Blut gelangt und sich im ganzen Körper verteilt. Haut und Lunge geben dann die schwefelhaltigen Verbindungen wieder in die Luft ab – je nach Typ und verzehrter Menge mehr oder weniger intensiv. Und das ist unangenehm – für einen selbst, aber auch die Umwelt.

Was aber hilft? Die beste Massnahme ist, ihn zwar mitzukochen, aber nicht zu essen. Wer auf den Knobli nicht verzichten will, kann den Geruch natürlich kurzfristig überdecken mit Kaugummis oder Ingwer-Bonbons, aber auch – für Hartgesottenere – durch Kauen von Wacholderbeeren, Peterli oder Kardamomsamen. Auch Chlorophyllkapseln aus der Apotheke helfen kurzzeitig, ebenso ein Glas Milch.

Auf lange Frist aber gilt: Vom Knoblauchgenuss hat man noch länger etwas, da hilft alles nichts. Vielleicht lenkt es vom Knoblauchdunst ab, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Knoblauchschwaden ein Zeichen seiner gesunden Effekte sind. Allicin nämlich soll antibakteriell, antiviral und sogar gegen Pilze wirken. Zudem soll der Stoff Gefässe schützen. Und das geschieht im Fall von Knoblauch nicht unbemerkt.

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Zwiebel und Knoblauch: Charakterstarke Wunderknollen

4:28 min, aus Puls vom 12.3.2012