Petersilie – Küchenkraut mit potenter Wirkung

Aromatisch, verdauungsfördernd, vitaminreich und gar aphrodisierend: Die unscheinbare Petersilie hat es in sich.

Verschiedene Petersilie-Sorten beieinander

Bildlegende: Die glattblättrige Petersilie wird in der Küche meist der gekrausten vorgezogen. Colourbox

Kaum ein Kraut ist in der Küche so beliebt wie die Petersilie – seit Jahrhunderten, wohlgemerkt.

Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeergebiet, wo sie als Wildpflanze auf felsigem Untergrund gedieh. Daher auch der Name Petrosélinon (griechisch) oder Petroselinum (lateinisch), die sich von petra = Stein, Fels und sélinon = Eppich (der ursprüngliche Standort der Art) ableitet. Mit den Römern gelangte die Petersilie auch nach Mitteleuropa, wo sie im Mittelalter in Klostergärten als Heilkraut kultiviert wurde.

Um Verwechslungen mit der giftigen Hundspetersilie zu vermeiden, wurden Sorten mit krausen Blättern gezüchtet, die in der Gastronomie auch gerne als Dekoration eingesetzt werden. Geschmacklich hat die glattblättrige Variante mehr zu bieten. So oder so sollte man Petersilie aber möglichst frisch verwenden und die Blätter erst am Ende der Zubereitung hinzugeben. Beim Kochen geht sonst viel Aroma verloren.

Potenzförderndes Abtreibungsmittel

Die Inhaltsstoffe der Petersilie machen sie auch als Heilpflanze interessant: Seit jeher gilt sie als belebend, verdauungsfördernd, wasser- und steintreibend.

Zudem wird der Petersilie eine anregende Wirkung auf die Geschlechtsorgane zugeschrieben. Männer nutzten sie deshalb gerne zur Luststeigerung, während Frauen bei unerwünschten Schwangerschaften auf eine andere Nebenwirkung der Pflanze setzten: In grossen Mengen konsumiert, können gewisse Inhaltsstoffe der Petersilie Frühgeburten auslösen.

Schwangere brauchen sich aber für gewöhnlich keine Sorgen zu machen: Als Gewürz normal verwendet, sind «Peterli» für gesunde Frauen unbedenklich.