Entspannen, entschleunigen, runterkommen

Der Druck am Arbeitsplatz ist gross, die Pendenzenliste lang, die Freizeit auch schon durchgeplant. Oft fühlt man sich gehetzt und kommt einfach nicht zur Ruhe. «Ratgeber»-Psychologe Henri Guttmann gibt Tipps, wie man ohne grossen Aufwand seinen Alltag entschleunigen kann.

Tastatur mit einer blauen Kaffee-Taste

Bildlegende: Kurze Pausen geben Kraft. imago

Wie können wir uns im Alltag Luft verschaffen? «Beispielsweise mit der Telefonmeditation», schlägt Henri Guttmann vor: «Stehen bleiben, wenn es klingelt, tief ein- und ausatmen und anschliessend langsam auf das Telefon zu gehen.»

Weitere Tipps des Psychologen:

  • Kurze Pausen einlegen; dadurch gewinnt man wieder Kraft
  • Das «innere Auge»: ein Entspannungsbild im Kopf erzeugen
  • Seine Kräfte realistisch einschätzen und lernen, «Nein» zu sagen
  • Im Alltag Rituale einführen: beispielsweise ein regelmässiger Brunch am Samstag
  • Tablet, Handy & Co. während der Mahlzeiten weglegen
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Ich habe Zeit

61 min, aus nachtwach vom 7.1.2014

Auch körperlich kann man seinen Alltag entschleunigen. Man bleibt stehen und breitet die Arme wie ein Adler seine Flügel aus. Die Knie leicht gebeugt, atmet man tief ein und aus.

Ebenfalls eine wertvolle Übung sei das Gehen in Zeitlupe, sagt Henri Guttmann: «Das eignet sich insbesondere für den Weg zur Arbeit oder den Heimweg. Die letzten 30 Meter in Zeitlupe zu gehen, vermindert den inneren Stress.»