Bestatten in der Natur - was ist erlaubt?

Auch wenn Menschen nicht gerne übers Sterben reden, machen sich viele trotzdem Gedanken darüber, wie sie dereinst bestattet werden wollen. Heute ist nicht nur der Friedhof Ort der letzten Ruhe, sondern auch die freie Natur.

Sogenannte «Friedwälder» gibt es viele in der Schweiz: Speziell für die Naturbestattung ausgeschiedene Waldstücke.
Bildlegende: Sogenannte «Friedwälder» gibt es viele in der Schweiz: Speziell für die Naturbestattung ausgeschiedene Waldstücke. Colourbox

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Ideen entstanden, wo überall man die Asche Verstorbener in der Natur bestatten kann. Grundsätzlich sind es Orte zu Land, zu Wasser oder aus der Luft.

Die wohl teuerste Variante ist die Luftbestattung; aus einer Ballongondel, aus einem Helikopter oder Flugzeug. Zu Land gibt es verschiedene Plätze. Der Bekannteste ist der «Friedwald», ein Wald oder eine Waldlichtung mit ein paar Bäumen, die für eine Bestattung der Asche an der Wurzel des Baumes extra ausgeschieden werden, damit diese während rund 20 Jahren sicher nicht gefällt werden.

Friedwälder existieren in der ganzen Schweiz. Weitere Möglichkeiten sind eine Bergwiese, ein Fels oder das Verstreuen in den Wind. Heute gibt es auch Wasserbestattungen: in einem Bach, einem Wasserfall, einem Fluss oder See.

Wchtig ist, bei all diesen Bestattungsformen die entsprechende Bewilligung einzuholen. Auch wenn das Ausstreuen von Asche in der Schweiz grundsätzlich erlaubt ist, gelten ortsbedingt gewisse Auflagen Gesetze im Bereich Wasser- oder Gesundheitsschutz.

Bei Bedarf bieten diverse Anbieter ihre Dienste an. Zu finden sind diese im Internet, über Stichworte wie «Bestatten in der Natur» oder «Naturbestattung Schweiz».

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Jürg Oehninger