Blackout – das schwarze Loch im Kopf

Wer kennt das nicht: Da hat man sich ganz genau überlegt, was man dem Chef oder in einer Präsentation sagen will, und plötzlich ist alles weg: Blackout im Kopf. Nichts geht mehr. Wir haben Tipps, wie man aus dem Blackout herausfindet und Tipps, dass es gar nicht erst so weit kommt.

Mann verzweifelt bei einer Präsentation
Bildlegende: Und plötzlich ist da einfach nichts mehr im Kopf. Nur noch Leere. Blackout, nichts geht mehr. Stehen Sie dazu, das Publikum wird Sie für Ihre Ehrlichkeit bewundern. Colourbox

«Ein Blackout im Kopf, das ist eigentlich nichts anderes, als eine Art Stressverarbeitung», sagt Henri Guttmann, SRF-Ratgeberpsychologe. Der Mandelkern (Amygdala), eine Hirnregion, die an der Einschätzung von Furcht und Angst beteiligt ist, spielt uns hier einen Streich. Müssen wir einen Vortrag halten, reduziert sich das Denken auf Furcht und Angriff. Das war sinnvoll, als wir noch in der Höhle lebten und ein Bär am Höhleneingang stand. Dieses Urmuster macht uns heute allerdings in wichtigen Situationen einen Strich durch die Rechnung. Nichts geht mehr. Leere im Kopf, Adrenalin pur.


Um dem Blackout im Kopf vorzubeugen empfiehlt der SRF-Ratgeberpsychologe Henri Guttmann:

  • Bei einem Vortrag ist die Klopfmethode gut. Mit dieser werden Akupressurpunkte aktiviert, was den Zugang zum rationellen Denken erleichtert.
  • Lernen Sie die ersten drei Sätze eines Vortrags oder einer Präsentation auswendig. Diese müssen sitzen.
  • Gehen Sie ehrlich in die Offensive, wenn sie den Faden verloren haben. So schinden Sie Zeit zurück zu finden. Ehrlichkeit ist charmant und kommt gut an, das Publikum wird das honorieren.
  • Entfernen Sie Störquellen: Wenn zwei Leute im Publikum sich permanent im Flüsterton unterhalten und Sie dies irritiert, getrauen Sie sich, das den Störenfrieden zu sagen. Oft merken Sie gar nicht, wie irritierend ihr Verhalten ist.
  • Wenn Sie ein Manuskript oder Spickzettel vorbereitet haben, heben Sie mit Leuchtstift Schlagworte hervor. So können Sie schneller spicken und finden sich in ihren Notizen einfacher zurecht.
  • Bei einer Prüfung: Haben Sie realistische Erwartungen, bereiten Sie sich gut vor. Merken Sie sich den Stoff mit Hilfe von Eselsbrücken. Diese sind einfacher abrufbar.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Regula Zehnder