Bluthochdruck und Hautkrebs: HCT-Medikamente mit Arzt besprechen

Medizin

Hydrochlorothiazid, kurz HCT, ist ein Wirkstoff, der in einigen Blutdruckmedikamenten enthalten ist. Über viele Jahre regelmässig eingenommen, kann er das Risiko für gewisse Hautkrebsarten erhöhen.

Arm mit Gerät
Bildlegende: Bluthochdruck und Hautkrebs – zwei Krankheiten, die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang haben. Colourbox

In der Schweiz nehmen zirka 390'000 Personen regelmässig Medikamente gegen Bluthochdruck mit HCT ein. Was sollen sie tun? Sven Streit, Hausarzt und Professor am Berner Institut für Hausarztmedizin der Universität Bern, rät:

  • Nicht notfallmässig handeln oder das Medikament selbständig absetzen, sondern die Gelegenheit nutzen und die Medikation mit dem Hausarzt besprechen.
  • Packung anschauen: Bei betreffenden Medikamenten steht «HCT», «Co-» oder «comp.». HC bedeutet nicht HCT.
  • Der Hausarzt kann allenfalls Alternativen anbieten: Es gibt Medikamente, die den Blutdruck auch ohne HCT optimal therapieren.
  • Sollte es aber HCT brauchen, wenn die Alternativen zu wenig wirksam sind oder Nebenwirkungen haben, dann muss der Patient gut instruiert sein. Sprich: Auf genügend UV-Schutz achten, auch im Winter, Haut beobachten und Veränderungen dem Hausarzt zeigen.

Redaktion: Brigitte Wenger