Der beste Abfall ist der, der gar nicht anfällt

Die Schweiz ist nicht nur weltmeisterlich im Recyceln, sondern auch im Abfall produzieren. Wir entsorgen im Minutentakt rund 45 Tonnen. Das lässt nicht nur den Abfallberg wachsen, sondern auch die natürlichen Ressourcen schrumpfen. Und davon haben wir nicht mehr allzuviele.

Greifkran in der Abfallentsorgungsanlage.
Bildlegende: Wer sieht den Abfallberg? Und wer sieht die verlorenen Rohstoffe? colourbox.com

Aus uns ist eine Konsumgesellschaft geworden. Doch ein grosser Teil der Produkte die wir kaufen, landen einen Monat später schon wieder im Abfall.

10 Prozent der Textilien, die wir kaufen, tragen wir kein- bis einmal. Damit verschleudern wir nicht nur viel Energie, die während der Herstellung investiert wurde, sondern auch viele Rohstoffe. Rohstoffe, die vorher mühsam und zum Teil unter schlechten Bedingungen zusammengetragen wurden.

Wer Abfall vermeidet, spart also Geld und Ressourcen:

  • Qualität vor Quantität: Langlebige und nachhaltige Produkte sind vielleicht teurer bei der Anschaffung, dafür sparen sie danach Geld und Energie.
  • Teilen oder mieten statt kaufen, reparieren und wiederbenutzen statt wegwerfen, recyceln statt verbrennen. Schon beim Kaufen an die Entsorgung denken.
  • Kritisch nachfragen: Wie wurde das Produkt hergestellt? Wie viel Abfall ist bei der Herstellung angefallen? Dies sieht man dem Produkt meist nicht an.
  • Abfall nicht als Abfall sehen, sondern als Rohstoff wieder in den Kreislauf einführen.
  • Weitergeben: Brockenstube, Flohmarkt, Onlineverkauf – und jemand anderes freut sich.
  • Manchmal ist Nicht-Besitzen und Verzichten der richtige und entspannte Weg.

Redaktion: Brigitte Wenger