Die neue Problemdisziplin «Pistengeher»?

Häufiger als früher sind Tourenskifahrer zu beobachten, die präparierte Pisten für den Aufstieg benutzen. Das Pistengehen ist ein gutes Training, es besteht keine Lawinengefahr und ist schneesicher. Allerdings rechnet der Skifahrer kaum mit «Gegenverkehr». Tipps für sicheres Pistengehen.

Ein Tourenskifahrer steigt den Hang hoch.
Bildlegende: Tagsüber kann es zu Zusammenstössen zwischen Skifahrern und Pistengehern kommen, nach Betriebsschluss der Bahnen sind Pistenfahrzeuge unterwegs. colourbox.com

«Selbstverständlich gilt das Pistengehen als wenig einfallsreiche, alpinistische Betätigung. Sie wird deshalb auch verpönt und belächelt», schreibt die Journalistin und aktive Alpinistin Natascha Knecht in Ihrem Blog über Bergsport.

Trotzdem sind Pistengeher häufiger zu beobachten als früher. Hier ihre Tipps für ein sicheres Pistengehen:

  • Immer am Pistenrand gehen, nicht nebeneinander, sondern dicht hintereinander. Besondere Vorsicht vor Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen, bei Vereisung und beim Queren der Pisten.
  • Auf den Skibetrieb achten. Sich bewusst sein, dass Skifahrer und Snowboarder nicht mit Gegenverkehr rechnen.
  • Besonders nach Betriebsschluss der Bahnen: Grösste Vorsicht und Rücksichtnahme bei Pistenarbeiten. Bei Einsatz von Seilwinden sind die Skipisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es besteht Lebensgefahr.

Pistengeher können ein Ärgernis für die Bergbahnen im Skigebiet sein: Sie benutzen zwar die präparierten Pisten, zahlen aber nicht für die Bergbahn. Hier gilt es Lösungen zu suchen, die für alle stimmen.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Brigitte Wenger