Eine Nanny anstellen: Das müssen Sie wissen

Längst sind es nicht mehr nur Promis wie die Federers, die für die Kinderbetreuung auf eine Nanny zurückgreifen. Doch wer eine individuelle Kinderbetreuung wünscht, sollte gewisse rechtliche Aspekte beachten.

Ein Nanny und Mirka Federer haben im Stadion je ein Mädchen auf dem Schoss.
Bildlegende: Die Federer-Zwillinge Myla Rose and Charlene Riva werden von Mami und Nanny betreut, wenn der Papa Tennis spielt. Keystone

Erika Metzger von «kibesuisse», dem Verband Kinderbetreuung Schweiz, gibt Tipps, was es bei der Einstellung einer Nanny zu beachten gilt. Ob Tagesmutter oder Nanny, es ist ein sehr persönliches Arbeitsverhältnis, sagt Erika Metzger: «Darum sollte man grundsätzlich alle Vereinbarungen schriftlich festhalten. Es ist ein Vertrag zwischen der Organisation, die Tagesmütter vermittelt, der Angestellten und dem Auftraggeber.»

Im Vertrag geregelt sind:

  • Wieviele Stunden gezahlt werden, inklusive Zusatzstunden.
  • Ferienregelung.
  • Betreuung bei kranken Kindern.
  • Wie weit voraus müssen Abwesenheiten bekannt gegeben werden.
  • Auch unausgesprochene Erwartungen und Wünsche sollten schriftlich festgehalten werden.

Häufigste Streitigkeiten:

  • Unklare Abmachungen.
  • Zu spät kommen während der Betreuungszeit.

Bei einem Angebot sollte man dann skeptisch werden, wenn die Tagesmutter oder Nanny keiner Organisation angeschlossen ist. Tagesmütter dürfen beispielsweise maximal fünf Kinder betreuen.

Wer haftet:

  • Es braucht eine allgemeine Betriebshaftpflicht.
  • Eltern brauchen eine Privathaftpflicht: Sachen die bei der Tagesmutter durch das Kind kaputt gehen, müssen bezahlt werden.
  • Gesunder Menschenverstand.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Pascale Folke