Gicht – was tun?

Gicht ist eigentlich eine Wohlstandskrankheit. Klar, ein Teil ist Veranlagung. Aber auch die Ernährung spielt eine Rolle. Purinreiche Ernährung wie täglich Fleisch oder Alkohol können Gicht auslösen. Wussten Sie, dass der grosse Zeh laut Studien am häufigsten von Gicht betroffen ist? Was tun?

Röntgenbild Füsse mit rot markierten grossen Zehen
Bildlegende: Das Gelenk des grossen Zehs ist gemäss Studien am häufigsten von Gicht betroffen. Colourbox
  • Laut Studien ist das Grundgelenk im grossen Zeh am häufigsten von Gicht betroffen.
  • 80 Prozent der Gichtbetroffenen sind Männer. Auch Frauen sind betroffen, aber erst ab der Menopause.
  • An Gicht litten schon die Menschen im Mittelalter. Allerdings praktisch nur Oberschicht. Deshalb nannte man die Gicht auch die «Krankheit der Könige».

Andreas Krebs, Rheumatologe, rät:

  • Gicht beruht auf genetischer Veranlagung, hat aber auch mit dem Lebensstil zu tun.
  • Zu viel Fleisch und Alkohol lassen den Harnsäurespiegel steigen, Harnkristalle können sich bilden, Depots dieser Kristalle lagern sich in Gelenken ab und führen zu Entzündungen. Diese sind sehr schmerzhaft und gehen mit Erhitzung, Rötung und Schmerzen der entzündeten Stelle einher.
  • Mass halten beim Fleischkonsum. Auch bei Fisch.
  • Milchprodukte sind unbedenklich.
  • Mass halten beim Wein.
  • Kein Bier. Auch kein alkoholfreies!

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Regula Zehnder