Giersch – ein feines Wildgemüse

Eine Ecke im Garten ist voller Giersch, auch Geissfuss oder Baumtropfen genannt, und wuchert still und ungenutzt vor sich hin. Ein Unkraut, könnte man meinen. Aber anstelle zu jäten kann er auch gegessen werden.

Grüner Giersch
Bildlegende: Giersch – kein Unkraut, sondern wunderbar zum Essen. SRF

Wenn man sich erst einmal auf den Genuss von Giersch eingelassen hat, möchte man ihn im Garten nicht mehr missen. Giersch-Liebhaber suchen ihn sogar gezielt entlang von Waldrändern auf um feine Getränke, Spinat, Salate und vieles mehr zuzubereiten.

Für grosse Gierschfreunde gibt es sogar panaschierte Sorten zu kaufen, welche weniger ausbreitungsfreudig sind. Ein Stück Giersch eingetopft auf dem Balkon sorgt für frischen, zarten Nachschub, und ziert erst noch den halbschattigen Balkon, seine weissen Doldenblüten sind für die nützlichen schwebfliegen eine Delikatesse.

  • frisch hellgrün und kaum entfaltet ernten
  • roh, fein geschnitten in Salate, z.B. in Kartoffelsalat
  • roh, fein geschnitten als Zugabe in Kräuterbutter
  • 3-4 Minuten gedämpft für Wähe (50 Prozent Blattspinat / 50 Prozent Gierschblätter)
  • in den letzten 5 Minuten dem Risotto beigefügt
  • in den letzten 5 Minuten der Gemüsesuppe beigefügt
  • kurz gedünstet einem Gemüsegratin zugeben

Moderation: Adrian Küpfer