Ist das Velo richtig eingestellt, fährt es sich leicht und gesund

Falsche Sattelhöhe, falsche Lenkerposition, falsche Pedale: Das alles führt zu einer schlechten Kraftübertragung und kann gesundheitliche Beschwerden zur Folge haben. Rückenweh, Knieschmerzen und belastete Handgelenke kann man meist verhindern. Der Fachmann gibt Tipps.

Mann auf den Fahrrad in Bewegung.
Bildlegende: Richtig eingestellt, kann man fast nicht mehr aufhören. colourbox.com

«Für jeden Menschen gibt es die richtige Sitzposition auf dem Velo», sagt Marius Graber, Redaktor vom Fachmagazin «Velojournal». «Fühlt man sich nicht ganz wohl, soll man sich unbedingt beraten lassen.»

Hier ein paar Tipps vom Experten, auch für Nicht-Velomechaniker:

  • Für die Einstellung der Sattelhöhe gibt es einige Faustregeln:
    1. Wenn man neben dem Fahrrad steht, sollte der Sattel ungefähr auf Hüftknochen- oder Gurthöhe sein.
    2. Wenn man auf dem Sattel sitzt und der Absatz auf dem Pedal liegt, dann sollte das Bein durchgestreckt sein.
    3. Wenn der Sattel richtig eingestellt ist, kann man am Rotlicht nicht mehr gut abstehen.
  • Der Sattel ist nicht nur in der Höhe, sondern auch nach vorne und hinten verstellbar: Hier kommt es auf das Verhältnis zwischen Ober- und Unterschenkellänge an. Wer lange Oberschenkel hat, schiebt den Sattel eher nach hinten. Das ist jedoch nur für fortgeschrittene, sportliche Fahrer und längere Touren notwendig.
  • Die Position und Höhe des Lenkers kommt auf die Art des Velos an. Allgemein kann man aber sagen: Ist der Lenker zu tief, schmerzen die Hände oder sie schlafen ein. Ausserdem kann es für einen schwachen Rücken schmerzhaft werden. Der Lenker ist im Normalfall etwa zwei bis sieben Zentimeter höher als der Sattel. Um diese Höhe zu verstellen, muss man vermutlich zum Velomechaniker. Allenfalls können auch breite Komfortgriffe weiterhelfen.
  • Der Fussballen liegt auf dem Pedal: Rutscht das Pedal nach hinten, ist der Sattel vermutlich zu tief. Allenfalls können auch grossflächige, griffige Pedale weiterhelfen.
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Velofahren ohne Beschwerden

4:06 min, aus Puls vom 23.5.2016

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Brigitte Wenger