Ombudsstelle für Bestattungsfragen

Eine Beerdigung ist ein trauriger Moment. Für die Angehörigen heisst es Abschied nehmen. Die meisten holen sich Unterstützung bei einem Bestattungsinstitut. Aber auch in der Bestattungsbranche gibt es schwarze Schafe. Diese Punkte müssen Sie beachten.

Neben einem Sarg mit roten Blumen steht links eine Frau. Rechts steht eine weisse Engelsskulptur.
Bildlegende: Es ist wichtig, dass sich Angehörige über den Preisrahmen der Beerdigung beim Bestatter genau informieren. So gibt es später keine bösen Überraschungen, wenn die Abrechnung kommt. Colourbox

Immer wieder kommt es vor, dass Angehörige nach der Beerdigung eine überteuerte Abrechnung kriegen. Etwa für Dienstleistungen, die im Vorfeld nicht vereinbart wurden oder es wird ein anderes Sargmodell verrechnet.

Rolf Arnold betreut die Ombudsstelle des Schweizer Verbandes der Bestattungsdienste. Bei ihm können Betroffene reklamieren. Er analysiert die überteuerten Rechnungen und beurteilt, ob die Rechnung des Bestattungsinstituts zu hoch ausgefallen ist oder nicht.

Wenn das Gefühl besteht, es wurden nicht die gleichen Dienstleistungen verrechnet wie vorab mit dem Bestatter besprochen, sollte man sich unbedingt bei der Ombudsstelle melden, sagt er.

Höhere Kosten im Tessin

Wichtig sei es aber zu wissen, dass die Preise von Bestattungsdiensten in der Schweiz ganz unterschiedlich sein können. Beispielsweise sind im Tessin und in der Westschweiz die Bestattungskosten tendenziell höher, weil dort eine andere Trauerkultur herrsche, weiss Rolf Arnold: «In der Regel werden dort teurere Särge ausgewählt, eine aufwendigere Trauerfeier organisiert und mehr Blumenschmuck bestellt.» Darum sei es in diesen Kantonen teurer als in anderen Kantonen der Schweiz.

Hinzu kommt, dass man im Vorfeld abklären sollte, ob der Bestatter selber auch an der Beerdigung dabei ist, oder ob die Gemeinde einen Friedhofsangestellten zur Verfügung stellt. Auch da gibt es finanzielle Unterschiede, sagt Rolf Arnold: «Wichtig ist immer, dass die Angehörigen über den Preisrahmen der gewählten Artikel und Leistungen informiert werden. So gibt es später beim Erhalt der Rechnung keine bösen Überraschungen.»