Psychisch krank – Tipps für das Gespräch mit dem Chef

Jeder fünfte Arbeitnehmer in der Schweiz leidet an einer psychischen Erkrankung und fehlt deswegen immer wieder mal tageweise am Arbeitsplatz. Oder er wird sonst auffällig: ist ständig gereizt und wenig belastbar. In dieser Situation braucht es ein klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber.

Frau spricht im Büro mit ihrem Chef.
Bildlegende: Symbolbild.Bei psychischen Problemen am Arbeistplatz hilft häufig ein klärendes Gespräch.ilf Colourbox

Davon ist Thomas Ihde, Chefarzt Psychiatrie der Spitäler Frutigen Meiringen Interlaken, überzeugt. «Wer die schwierige Situation möglichst früh anspricht, hat deutlich mehr Chancen den Arbeitsplatz zu behalten und wieder gesund zu werden».

3 Tipps für das schwierige Gespräch:

  • Rechtzeitig das Gespräch suchen. Das heisst allerspätestens dann, wenn die Leistung am Arbeitsplatz unter der Erkrankung leidet oder wenn man sich immer wieder zurückzieht und gegenüber den Kollegen gereizt reagiert.
  • Das Gespräch mit einer Fachperson (Hausarzt, Psychiater) gut vorbereiten.
  • Die Angst vor dem Gespräch unbedingt überwinden. Wer mit dem Chef offen spricht, kann meistens nur gewinnen. Die Erfahrung zeigt, dass Chefs häufiger viel positiver regieren, als dies die Betroffenen annehmen.

Buchtipp:

«Wenn die Psyche streikt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt» von Thomas Ihde-Scholl, Verlag: Beobachter

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Maja Brunner