Schneckenplage im Garten – Was tun

Der feuchte Sommer ist ideal für Schnecken und lockt sie in die Gärten. Um das Gemüse und andere Pflanzen vor den ungebetenen Gästen zu schützen, muss man nicht unbedingt gleich zu Schneckengift greifen.

Zwei Nacktschnecken auf einem Kopfsalat.
Bildlegende: Mann muss nicht gleich zu Schneckengift greifen. Auch frischer Kaffeesatz hilft. Colourbox

Es gibt viele umweltfreundliche Alternativen zu Schneckenkörnern, sagt Josef Poffet, Bereichsleiter Produktion bei Jardinsuisse: «Frischer Kaffeesatz hält die Schnecken davon ab, die Pflanzen anzuknabbern. Gute Wirkung haben auch Schneckenzäune.»

Nicht nur das feuchte Wetter ist schuld an der Schneckenplage. Auch die Bewässerung zur falschen Zeit oder eine falsche Bodenbedeckung können die Schnecken anlocken, weiss Josef Poffet: «Beim Giessen also nur den Wurzelbereich feucht machen, nicht die ganze Pflanzenfläche.» Probleme bereiten vor allem die Nacktschnecken, die Gartenwegschnecke oder Spanische Wegschnecke. Die Weinbergschnecken hingegen sind keine Schädlinge. Im Gegenteil: Sie fressen sogar die Eier der vorher genannten Schneckenarten.

Tipps vom Experten:

  • Gute Bodenpflege ist wichtig: Erntereste wie alte Salatblätter entfernen, sie sind eine Delikatesse für Schnecken.
  • Nützlinge im Garten fördern: Igel oder Spitzmaus.
  • Zusätzlich Pflanzen wählen, welche weniger von Schnecken gefressen werden: Beispielsweise Edelweiss, Fetthenne, Hauswurz, Lavendel oder Zierlauch.
  • Grobe Abdeckung zum Beispiel durch gehäckseltes Schilf oder Farnkraut hilft.
  • Das Auslegen von Brettchen, um dann die dort gefundenen Schnecken einzusammeln ist ebenfalls wirksam.

 

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Pascale Folke