So verschicken Sie grosse Foto- und Videodateien

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Wer schon mal versucht hat, ein längeres Video per E-Mail zu verschicken, kennt das Problem: Die Nachricht bleibt stecken, das Video kommt nie an. Abhilfe schaffen hier verschiedene Internet-Dienste.

Grafische Darstellung zeigt das Verschicken von Dateien.
Bildlegende: Mit Cloud-Diensten und Filehosting kann man problemlos grössere Dateien verschicken. colourbox

Einzelne Fotos, PDF-Dokumente oder kürzere Videos lassen sich problemlos per E-Mail oder sogar WhatsApp versenden. Doch sobald die Dateien grösser als 20 Megabyte sind, bleiben sie oft im Postausgang stecken. Um diese 20-Megabyte-Marke zu knacken, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Cloud-Dienste: eigene Ordner im Internet
Als erste Möglichkeit kann man sich bei einem sogenannten Cloud-Dienst anmelden. Mit Hilfe solcher Dienste lassen sich private Dateien in einem Internet-Ordner ablegen, auf den man mit dem richtigen Passwort von überall her zugreifen kann.

Natürlich muss man sein Passwort nicht allen Leuten verraten, denen man die Datei schicken will. Einzelne Dateien oder sogar Unterordner lassen sich für bestimmte Personen freigeben. Der Empfänger erhält dann einen Link per Mail, unter dem er die Datei runterladen kann.

Es gibt unzählige Cloud-Dienste. Zu den bekanntesten gehören «Google Drive», «Dropbox» und die «iCloud» von Apple. Sie unterscheiden sich vor allem in der Grösse des Speicherplatzes, den man bei einer Anmeldung gratis erhält. Am meisten gibts bei Google mit 15 Gigabyte.

Filehosting: unkomplizierter Datenaustausch
Der Nachteil an den Cloud-Diensten ist, dass man ein Benutzerkonto braucht, um diese benützen zu können. Wen das stört, dem sei die Filehosting-Methode empfohlen. Mittels Filehosting-Dienste kann man grosse Dateien verschicken, ohne dass man sich anmelden muss.

Auch Filehosting-Dienste gibt es unzählige, die alle ähnlich funktionieren. Man zieht seine Datei auf die Internetseite des Dienstes, gibt die E-Mail-Adressen der Empfänger und seine eigene ein und drückt auf senden. Die Datei lässt sich danach über einen Link runterladen, der an alle Empfänger geschickt wird.

Es spielt keine Rolle, für welchen Filehosting-Dienst man sich entscheidet. Sie unterscheiden sich nur in Details. Der bekannteste ist «WeTransfer», mit dem sich Dateien von bis zu 2 Gigabyte Grösse versenden lassen. Als Schweizer Alternativen bieten sich «Swisscom MyCloud Transfer» und «droppy.ch» an, die beide bis zu 5 Gigabyte grosse Dateien akzeptieren.

Redaktion: Lars Gotsch