So wird aus der alten Jeans ein Pflanzsack

Aus einer alten Hose lässt sich ohne viel Aufwand ein praktischer Sack nähen, in dem Gemüse, Salat und Kräuter wachsen. Das passt perfekt zum Trend des «Urban Gardening», welches Balkone und Vorgärten in der Stadt erobert.

Ein mit Erde gefüllter Sack aus einer alten Hose steht auf einer Terrasse
Bildlegende: Da sitzt sie bequem auf der obersten Treppenstufe und wartet, bis die Rondini spriessen. srf

Beim «Urban Gardening» werden oft originelle Pflanzgefässe verwendet. Holzharassen, leere Konservendosen, ausgediente Einkaufskörbe, Jutesäcke, sogar aufgeschnittene Petflaschen und Tetrapackungen werden bepflanzt. Dies betont das Spielerische, Lustvolle, Kreative und Mobile des Stadtgärtnerns.

Rondini aus der Jeans nach «Ratgeber»-Gärtnerin Silvia Meister

Rondini sind ein Kürbisgewächs. Sie werden etwa tennisballgross und erinnern im Aussehen an runde Zucchetti. Sie werden im unreifen Zustand geerntet. Zubereitung wie bei Kürbissen.

So entsteht ein Pflanzsack aus alten Jeans:

  • Hosenbeine abschneiden, unten zunähen.
  • Hose zu zwei Dritteln mit Erde füllen, dabei zwischendurch immer wieder etwas festdrücken.
  • Nach zwei Dritteln ein wenig organischen Gemüsedünger unter die Erde mischen.
  • Anschliessend ganz auffüllen. Für eine Hose von Grösse 38 braucht es ca. 30 Liter Erde.
  • Drei Rondinisamen in die Erde stupsen. Die stärkste Pflanze lässt man später wachsen, die beiden anderen zupft man aus.
  • Samen mit 2 cm Erde bedecken, andrücken, giessen.
  • An einen warmen und sonnigen Ort stellen.
  • Variante: Ein Seil durch die Gurtschlaufen ziehen und aufhängen.
  • Witzig: Auch etwas Erde in die Hosentaschen füllen und diese z.B. mit Walderdbeeren bepflanzen!

Ein solcher Pflanzsack lässt sich natürlich auch für andere Gemüsearten wie z.B. Tomaten oder Kohlrabi verwenden, sowie für Salat, Kräuter und Blumen.

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Doris Rothen