Wenn das Augenlid unseren Blick verdeckt

Die Augenlidstraffung ist bereits der häufigste ästhetische Eingriff bei Männern, der zweithäufigste bei den Frauen. Ist das Blickfeld zu stark eingeschränkt, wird das Problem zu einer medizinischen Diagnose. Informationen zum Eingriff.

Ein Mann mit etwas hängenden Augenlidern.
Bildlegende: Ein schlaffes oberes Augenlid schränkt unser Gesichtsfeld ein und lässt uns müde und älter aussehen. colourbox.com

«Bei der Oberlidstraffung entfernen wir einen vorher bestimmten Hautstreifen, manchmal auch etwas Fett oder Muskulatur», erklärt Nicole Lindenblatt, Plastische Chirurgin am Unispital Zürich. Anschliessend wird der Schnitt wieder zusammengenäht. Dieser einfache Eingriff dauert rund 20 bis 30 Minuten und erfolgt mit lokaler Betäubung.

  • Als medizinisch gilt der Eingriff, wenn eine signifikante funktionelle Einschränkung des Blickfeldes gegeben ist. Dies muss ein Augenarzt vorher mit einem Test entscheiden. Normalerweise sehen wir horizontal mit beiden Augen zirka 180 Grad. Die Einschränkung ist beispielsweise signifikant, wenn nur noch 140 Grad oder weniger wahrgenommen werden.

  • Ist die Einschränkung signifikant, übernimmt die Krankenkasse normalerweise die Kosten von 3000 bis 5000 Franken. Häufig fühlen sich die Patienten jedoch stark eingeschränkt ohne dass die Definition der funktionellen Einschränkung gegeben ist. Die Ärzte unterstützen dann die Patienten bei der Kontaktaufnahme mit der Krankenkasse. Allerdings liegt der Entscheid bei der Kasse.

  • Es lohnt sich also, die Krankenkasse vor dem Eingriff anzufragen, ob sie die Kosten übernimmt oder nicht.

  • Grund für ein eingeschränktes Gesichtsfeld kann auch eine Absenkung der Augenbraue sein. Hier ist die Operation komplizierter.

Redaktion: wenb