Wutausbrüche und Aggression

Streit mit dem Partner, Ärger an der Verkehrsampel, Kraftausdrücke in der Alltagssprache. Wut und Aggression sind überall. Es scheint sogar, als werde die Welt immer aggressiver.

Ärger im Strassenverkehr? Sie sind nicht alleine.
Bildlegende: Ärger im Strassenverkehr? Sie sind nicht alleine. colourbox.com

«Ja», sagt DRS-Ratgeber-Psychologe Rolf Heim, «das Aggressionspotential nimmt tatsächlich zu, aus verschiedenen Gründen. Zunahme von Stress, Unsicherheiten, gegenseitiges Hochschaukeln zum Beispiel im Strassenverkehr.»

Aggression ist per Definition dazu da, anderen zu schaden. Sei dies durch Beleidigungen oder Schmerzen. Aggression hat aber auch einen positiven Aspekt: «Ohne Aggression könnten wir nicht überleben», sagt Rolf Heim, «die von Adrenalin bereitgestellte Energie brauchen wir laufend, oft ist auch ein Hochgefühl damit verbunden.»

Deshalb lohnt es sich, mit seinen Aggressionen umgehen zu können. Hier einige Tipps vom Experten:

  • Aggression nicht grundsätzlich zurückhalten, sondern lernen, diese in sozial verträgliche Bahnen zu lenken. Unterdrückte Gefühle schaden dem Betroffenen.
  • Entspannungsübungen, sich innerlich distanzieren (zum Beispiel auf 10 zählen, eine Nacht darüber schlafen)
  • Wenn möglich etwas Positives an der Sache finden
  • Sich auf Spannungssituationen vorbereiten
  • Bewegung, Pausen, Ablenkung

Moderation: Joschi Kühne, Redaktion: Brigitte Wenger