Auch Basel will vom China-Boom profitieren

  • Samstag, 8. Dezember 2012, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 8. Dezember 2012, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 8. Dezember 2012, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 9. Dezember 2012, 17:20 Uhr, DRS Musikwelle

Beiträge

  • Auch Basel will vom China-Boom profitieren

    Rund 5000 chinesische Touristen kamen im vergangenen Jahr nach Basel. Angesichts des rasant wachsenden Reisebooms aus China sind das nicht eben viele. Doch das soll sich jetzt ändern. Als Magnet soll ein Luxus-Einkaufstempel wirken.

    Private Investoren wollen für 150 Millionen Franken ein Shopping-Village realisieren, wo sich die Gäste aus China mit Edel-Brands eindecken können. Doch es gibt auch kritische Stimmen: Basel dürfe nicht zum Disneyland für Fernost-Scharen verkommen.

    Gaudenz Wacker

  • Bald 400'000 chinesische Gäste in der Zentralschweiz?

    Der Luzerner Tourismus-Direktor Marcel Perren steht der Basler Idee skeptisch gegenüber. Eine Mall mit Edelboutiquen allein genüge nicht, um chinesische Touristen anzulocken. Die möchten mehr haben von der Schweiz und auch Seen und Berge sehen.

    Perren ist dick im Fernost-Geschäft: In der Zentralschweiz wurden dieses Jahr über 200'000 Gäste aus China gezählt, bis in zehn Jahren rechnet er mit einer Verdoppelung. Dass kürzlich zwei Chinesen in einem Luzerner Hotel überfallen wurden, habe bis jetzt nicht zu Annullationen geführt.

    Mirjam Breu

  • Arboner Traditionsfirma in chinesischer Hand

    Nicht nur im Schweizer Tourismus spielen die Chinesen eine immer wichtigere Rolle, auch in anderen Wirtschaftszweigen beginnen sie mehr und mehr aktiv zu werden. OC Oerlikon hat das Traditionsunternehmen Saurer in Arbon für 650 Millionen an chinesische Investoren verkauft.

    Früher baute Saurer Lastwagen, heute sind es vor allem Textilmaschinen. 180 Mitarbeiter beschäftigt die Firma in Wattwil und in Arbon. In der Kleinstadt am Bodensee kommt der Verkauf nach China gar nicht gut an; das sei ein Ausverkauf der Heimat, lautet der Tenor.

    Sascha Zürcher

  • Das Gefängnis als Ort der Selbstfindung

    Es sind harte Vorwürfe, mit denen der frühere Gemeindepräsident von Bissone konfrontiert ist: Erpressung, Amtsmissbrauch, Verleumdung, passive Bestechung. Während 35 Tagen sass Ludwig Grosa deshalb in Untersuchungshaft - und fühlt sich jetzt wie neu geboren.

    Er habe den Aufenthalt im Gefängnis richtig genossen und empfehle diese Erfahrung auch anderen. Über seine innere Läuterung schreibt er jetzt ein Buch. Nicht ganz auszuschliessen, dass dieses vor allem den Weg ebnen soll für Grosas Comeback in der Tessiner Politik.

    Hanspeter Gschwend

  • In Bern verlieren 100 Prostituierte ihren Arbeitsplatz

    Im Berner Lorraine-Quartier wird ein Grossbordell geschlossen. Nicht weil es Reklamationen aus der Nachbarschaft gegeben hätte, sondern weil es nicht zonenkonform ist. Deshalb müssen rund 100 Sex-Arbeiterinnen ihre Räumlichkeiten demnächst verlassen.

    100 Arbeitsplätze weg - das hätte in jedem anderen Gewerbe einen Aufschrei zur Folge. Doch Prostituierte haben keine Lobby. Der Berner Gemeinderat Reto Nause sagt, das Rotlicht-Milieu sei eine innovative Branche und finde bestimmt schnell eine neue Lösung.

    Toni Koller

Moderation: Karin Kobler, Redaktion: Christoph Brander