Gefriergetrocknet ins Grab

  • Samstag, 1. Dezember 2012, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 1. Dezember 2012, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 1. Dezember 2012, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 2. Dezember 2012, 17:20 Uhr, DRS Musikwelle

Beiträge

  • Neue Ideen sind nicht von allen gefragt, wenn es um Bestattung geht.

    Gefriergetrocknet ins Grab

    Verbrennen oder begraben - das passiert mit toten Menschen. Eine schwedische Firma will in St. Gallen Gefrier-Bestattungen anbieten. Pfarrer Markus Unholz denkt dabei an löslichen Kaffee.

    Die neue Bestattungsmethode tönt unmenschlich: Da wird ein toter Körper zuerst abgekühlt, dann mit Hilfe von Stickstoff eingefroren, bis er zerbrechlich ist wie Glas, dann geschüttelt, bis nur noch Pulver da ist.

    Ökologischer soll dieses Gefriertrocknen von Leichen sein. In Kirchenkreisen regt sich Widerstand. Pfarrer Markus Unholz sieht nicht nur Nachteile.

    Sascha Zürcher

  • Jeder Schratt zählt: Der Kanton Luzern setzt auf Volksgesundheit.

    «Wer keinen Kopf hat, der hat Beine»

    Laufen tut gut. Der Kanton Luzern hat darum der Bevölkerung Schrittzähler verteilt - gratis. Und weil die Gesundheitsprävention ankommt, gibt's noch mehr Gratis-Schrittzähler. Dafür wird in der Bildung gespart.

    100'000 Franken geben der Kanton Luzern und die Suva für das Lauf-Projekt «Luzern geht gern» aus. Das ist nicht wenig, und der Luzern-Korrespondent fragt sich, warum man für Gesundheitsprävention soviel Geld ausgibt, dafür dann aber bei der Bildung den fetten Rotstift ansetzt.

    Beat Vogt

  • Anne Burri von der IG Wohnen hilft in Basel bei der Wohnungssuche.

    Gegen die Wohnungsnot in Basel

    Hilfe bei der Wohnungssuche: Das bietet die IG Wohnen in Basel. Vor 20 Jahren - im Zug der Immobilienkrise - wurde der Verein gegründet, und Leiterin Anne Burri hat auch heute noch viel zu tun.

    Das schweizweit einmalige Angebot richtet sich nicht an Randständige, sondern an Leute, die integriert sind, aber bei der Wohnungssuche durch die Maschen fallen. Die IG Wohnen besitzt selber aber keine Liegenschaften, sondern vermittelt Wohnungen, 150 pro Jahr. Das Angebot sei heute mehr denn je gefragt, sagt Anne Burri, die Geschäftsleiterin von IG Wohnen.

    Gaudenz Wacker

  • Die Postautohaltestelle Arni im kleinsten ÖV-Netz der Schweiz

    Unterwegs auf dem kleinsten Verkehrsnetz der Schweiz

    Eine Minute braucht das Postauto für die Fahrt zwischen Arni Dorf und Arni Stockacker. Das Aargauische Arni hat das kleinste ÖV-Netz der Schweiz, und darum gibt's auch ein eigenes Abo dafür. Absurdes aus dem Schweizer ÖV.

    441 Franken kostet das Abo für das ÖV-Netz von Arni AG für ein Jahr. 400 Meter kann man damit fahren zwischen den beiden Haltestellen Stockacker und Dorf. Gekauft hat dieses Abo kaum einer. Mit dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember schafft man das Abo nun ab. Das Verkehrsnetz von Arni wird in die Aargauer A-Welle integriert.

    Alex Moser

  • Es dreht sich, das Trainerkarussel beim FCZ.

    Rösslispiel beim FC Zürich

    Challandes, Fischer, Fringer und jetzt? Das Karussel dreht und spickt einen Trainer nach dem andern ab. Diese Woche ging nun auch noch der Sportchef Bickel - zurück zu den Berner Young Boys.

    Dabei feierte der FCZ erst gerade grosse Erfolge - mit dem Meistertitel und dem Einzug in die Champions League. Trainer Challandes war der Held. Doch dann gings langsam bergab.

    Heute dümpelt der FC Zürich am Schluss der Tabelle. Die Zürcher Seele leidet, nicht zuletzt nachdem Sportchef Fredy Bickel bei seinem Abgang verkündet hat: «Fast jeden Tag habe ich an YB gedacht.»

    Michael Hiller

Moderation: Matthias Baumer, Redaktion: Brigitte Mader