Banken zeigen wenig Freude an FDP-Weissgeldstrategie

Banken sollen künftig nur als versteuert deklariertes Geld annehmen, fordert die FDP und stösst damit auf Unverständnis bei der Bankiervereinigung. Die Kantone dagegen applaudieren

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Die Staatsanwälte fordern im grossen Geldwäschereiprozess gegen ehemalige italienische Spitzenleute des Stromkonzerns Enel lange Haftstrafen. 

Silvio Berlusconi möchte die Regionalwahl in Rom am liebsten verschieben, weil seine Partei nicht antreten darf.

Beiträge

  • Banken kritisieren FDP-Weissgeldstrategie

    Jahrzehntelang war die FDP an vorderster Front, wenn es darum ging, die Schweizer Banken und das Bankgeheimnis zu verteidigen. Seit gestern hat der Wind bei den Freisinnigen gedreht. Die Parteispitze schwenkt jetzt auch auf eine so genannte Weissgeldstrategie ein.

    Der Vorschlag der FDP, dass die Banken die saubere Herkunft der ausländischen Gelder in Zukunft überprüfen müssen, löst beim Bankendachverband allerdings heftiges Kopfschütteln aus.

    Rainer Borer

  • Kantone erfreut über Kurswechsel der FDP

    Die FDP möchte neu bei schweren Fällen von Steuerhinterziehung gleich vorgehen wie bei Steuerbetrug. Kantone sollen künftig Bankunterlagen einfordern und Hausdurchsuchungen anordnen dürfen. Das war bisher mit dem Bankgeheimnis nicht möglich. Was hätte das für Folgen?

    Die FDP ist also bereit, das Bankgeheimnis auch im Inland weiter zu lockern und bläst damit also ins gleiche Horn wie zuvor schon die SP und auch Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf.

    Oliver Washington

  • Staatsanwalt fordert hohe Strafen für Enel-Strombarone

    Am Bundesstrafgericht in Bellinzona ist ein grosser Geldwäschereiprozess im Gang: Ehemalige Spitzenleute des grössten italienischen Stromkonzerns Enel sollen Schmiergelder in Millionenhöhe entgegengenommen und dann gewaschen haben - vor allem über den Finanzplatz Tessin.

    Der Staatsanwalt des Bundes forderte nun hohe Haftstrafen für die sieben angeklagten ehemaligen Enel-Spitzenleute.

    Alexander Grass

  • Italienisches Wahltheater in der Region Lazio

    Was passiert, wenn eine Partei ihre Wahllisten zu spät einreicht? Normalerweise würde die Partei von der Wahl ausgeschlossen. Nicht so in Italien: Die Partei von Silvio Berlusconi wehr sich mit Händen und Füssen dagegen, dass sie von den Wahlen in der Region Lazio ausgeschlossen wird.

    Zuerst erliess Berlusconi ein Sonderdekret zugunsten seines Popolo della Libertà, dennoch schloss ein Gericht die Partei trotzdem aus. Nun sinniert der Cavaliere über eine Verschiebung der Wahlen nach.

    Massimo Agostinis

  • Französische Regionalwahlen: Le Pens letzter Kampf

    Die französischen Regionalwahlen am kommenden Wochenende sind der letzte nationale Test für die Präsidentenwahlen in zwei Jahren. Für alle Parteien steht viel auf dem Spiel. Besonders gross ist das Interesse, wie der rechtsextreme Front National abschneiden wird.

    Alle Augen richten sich auf das Rennen in der Region Provence, Alpes, Côtes d'Azur. Dort tritt der 81-jährige Parteichef Jean-Marie Le Pen zu seiner letzten Schlacht an.

    Ruedi Mäder

  • Freiwillige Hilfe gegen Analphabetismus

    Rund ein Sechstel der Schweizer Bevölkerung hat Mühe mit Lesen und Schreiben. Viele Menschen können zwar Buchstaben lesen, verstehen aber nicht, was sie bedeuten.

    Nicht zuletzt Menschen mit ausländischen Wurzeln sind häufig darauf angewiesen, dass ihnen jemand zum Beispiel die amtliche Post vorliest oder in ihrem Namen eine Bewerbung schreibt. Schreibdienste von Freiwilligen bieten in der ganzen Schweiz solche Hilfe an. Eine Reportage aus dem Zürcherischen Wetzikon.

    Klaus Ammann

Moderation: Curdin Vincenz, Redaktion: Christoph Wüthrich