Bundespräsident Couchepin unter Druck

Bei der umstrittenen Aktenvernichtung von Atomwaffenplänen der gebrüder Tinner sei es der Schweiz vor allem darum gegangen, den amerkanischen Geheimdienst CIA zu schützen. Und nicht um den Atomsperrvertrag. Damit hatte Bundesrat Pascal Couchepin die Schredderaktion begründet.

Weitere Themen:

Das russische Oberhaus verlangt von Präsident Dmitri Medwedew die Unabhängigkeit für Südossetien und Abchasien.

Die EU sucht eine gemeinsame Haltung gegenüber Russland.

An den Olympischen Spielen 08 waren die Hauptsportarten top. Immer trendiger aber werden die Randsportarten.

Beiträge

  • CIA zahlte den Tinners angeblich 10 Millionen

    Der Fall um die mutmasslichen Atomschmuggler Tinner gibt erneut zu reden. Die Ostschweizer Familie soll rund 10 Millionen Dollar für ihre Zusammenarbeit mit der CIA erhalten haben, wie die «New York Times» berichtet.

    Unter anderem habe die Familie Tinner dem amerikanischen Geheimdienst Informationen über das iranische und das libyische Atomprogramm geliefert. Um dies zu vertuschen, hätten die USA die Schweiz gedrängt, die Akten zu diesem Fall zu vernichten, so die «New York Times» weiter.

    Der Bundesrat hingegen hatte die Aktenvernichtung damit begründet, man wolle Informationen über den Bau von Atombomben vernichten. So würden diese nicht in die Hände von Terroristen gelangen.

    Ruedi Mäder

  • Duma beschliesst Anerkennung Abchasiens u. Südossetiens.

    Georgien-Konflikt: Russlands Parlament fordert Unabhängigkeit

    Die kleine und die grosse Kammer des russischen Parlaments wollen die beiden abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien als unabhängige Gebiete anerkennen.

    Nach dem Oberhaus hat auch die russische Duma Präsident Dmitri Medwedew aufgefordert, die selbst proklamierte Unabhängigkeit der beiden Regionen anzuerkennen.

    Zwar haben Abchasien und Südossetien damit noch längst keine Souveränität erlangt, doch das Voutm des russichen Parlaments gilt als weiterer Schachzug im Streit mit Georgien. Der Westen beharrt darauf, dass Georgien eine Einheit bleibt.

    Anfang August hatte Georgien Südossetien angegriffen. Daraufhin marschierten russische Einheiten in Georgien ein.

    Peter Gysling aus Moskau

  • Die EU will über die Krise in Georgien beraten

    Brüssel sucht einheitliche Haltung gegenüber Russland

    Die EU wird bei einem Sondergipfel über die Krise in Georgien und über ihr Verhältnis zu Russland beraten. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy berief den Gipfel für den 1. September nach Brüssel ein.

    Der amtierende EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy zog bereits kurz nach dem Ausbruch des Kriegs zwischen Russland und Georgien Anfang August einen Sondergipfel in Erwägung.

    Bei den Kämpfen um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien rückten russische Gruppen weit ins georgische Kernland vor. Sarkozy kritisierte den Rückzug der russischen Streitkräfte zuletzt als nicht ausreichend.

    Ivana Pribakovic

  • Hans-Peter Rohner, Konzernchef von PubliGroupe.

    Publigroupe macht weniger Gewinn

    Der Werbe- und Medienkonzern Publigroupe hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient. Der Gewinn brach um einen Viertel auf rund 44 Millionen Franken ein.

    Als Gründe gibt das grösste Schweizer Medienunternehmen an, während der EURO 2008 seien viel weniger Inserate verkauft worden. Zudem kühle die Konjunktur ab.

    Beat Soltermann

  • Harmos, bringt Neuerungen, die auch bei den Lehrkräften umstritten sind.

    Harmos: Lehrkräfte nicht einig

    Die Harmonisierung des Schweizerischen Schulwesens, Harmos, bringt Neuerungen, die nicht nur bei Eltern und Politikern, sondern zum Teil auch bei den Lehrkräften umstritten sind.

    Einheitliche Lehrziele und gemeinsame Bildungsstandards, das Angebot von Tagesschulen und der Kindergarten ab vier: Dies alles und noch mehr soll Harmos regeln.

    Nicht alle Lehrerinnen und Lehrer sind überzeugt von dieser Reform, wie die Diskussion im Lehrerzimmer des Oberstufenschulhauses im bernischen Neuenegg zeigt.

    Patrick Mülhauser

  • Die Slowakei wird am 1. Januar 2009 den Euro einführen.

    Slowakei bereitet sich auf Euro vor

    Die Slowakei wird am 1. Januar 2009 als zweites Land des ehemaligen Ostblocks den Euro einführen. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

    Ab sofort müssen alle Preise auch in Euro angeschrieben sein. Diese Massnahme soll die Leute auf die neue Währung vorbereiten und ihnen die Ängste nehmen. Und Ängste sind in der Bevölkerung durchaus vorhanden.

    Osteuropa-Korrespondent Marc Lehmann

  • Gianfranco Kasper

    Bilanz der olympischen Sportarten

    Die Gewinner und Verlierer der Olympischen Spiele in Peking stehen fest. Ein anderes Fazit muss erst noch gezogen werden, das der Disziplinen.

    Welche Sportarten sind die Gewinner, welche die Verlierer? Gibt es Sportarten, die aus dem Programm fallen, und solche, die neu als olympiawürdig anerkannt werden könnten?

    Darüber hat Bernhard Schär mit Gianfranco Kasper gesprochen, einem der Schweizer Vertreter im Internationalen Olympischen Komitee.

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Mark Livingston