CVP im Sinkflug

Die traditionellen Stammlande der CVP bröckeln unter dem Ansturm der SVP.

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Technisch gesehen lassen sich die Schweizer Starkstrom-Leitungen zwar in den Boden verlegen, Streitpunkt sind aber die Kosten.

Der Wahlausgang in Italien liegt in der Schwebe, viele lässt das allerdings kalt.

Der frühere Vorsitzende der deutschen Telekom, Ron Sommer, muss in Frankfurt vor Gericht aussagen.

Beiträge

  • CVP bröckelt in ihren Stammlanden

    In der Zentralschweiz wird die SVP immer stärker. Verliererin ist die CVP, ausgerechnet in ihren traditionellen Stammlanden.

    Nach den Sitzgewinnen in den Kantonen Schwyz und Uri feierte die SVP am Wochenende einen weiteren Wahlerfolg in der Zentralschweiz.

    Im Kanton Nidwalden schaffte sie den Sprung in die Kantonsregierung. Die CVP verlor einen Sitz und und hat nur noch zwei von sieben Regierungsräten.

    Pascal Krauthammer

  • Ron Sommer auf der Anklagebank.

    Ex-Chef der Telekom weist Vorwürfe zurück

    Im Prozess gegen die Deutsche Telekom in Frankfurt hat der frühere Chef des Unternehmens, Ron Sommer, als Zeuge ausgesagt.

    Konkret ging es dabei um den umstrittenen Kauf eines US-Mobilfunkanbieters: Diesen Kauf sehen die über 16 000 Aktionäre als einen zentralen Grund für Verluste der Telekom-Aktie.

    Die Aktionäre werfen der Telekom vor, sie habe die Anleger beim Börsengang falsch oder unvollständig informiert und fordern nun Schadenersatz in Millionenhöhe. Sommer bestreitet die Vorwürfe.

    Deutschland-Korrespondentin Ursula Hürzeler

  • Die Leitungen in den Boden.

    Widerstand gegen neue Strommasten

    Neue Hochspannungsleitungen gehören unter den Boden, das fordert ein Verein von betroffenen Gemeinden. Sie erhalten Unterstützung von Parlamentariern.

    Bis 2015 sollen in der Schweiz 67 Starkstrom-Leitungen ausgebaut oder ganz neu erstellt werden. Der Verein setzt sich dafür ein, dass diese Leitungen in den Boden gelegt werden, um Elektrosmog zu vermeiden und die Landschaft zu schonen.

    Unterstützt werden die Gemeinden von 26 Mitgliedern des Ständerats, die eine entsprechende Motion an den Bundesrat unterschrieben haben. Der Bundesrat muss nun festlegen, wann eine Leitung vergraben werden muss.

    Alexander Sautter

  • Tiefe Beteiligung bei den Parlamentswahlen.

    Italien wählt ohne grosse Hoffnungen

    Desillusioniert wählen die Italiener ein neues Parlament und damit die 62. Nachkriegsregierung. Grosse Hoffnungen setzen sie weder in Silvio Berlusconi noch in Walter Veltroni.

    Die etwa 50 Millionen Wahlberechtigten entscheiden darüber, ob der konservative Oppositionsführer Silvio Berlusconi nach zwei Jahren
    wieder an die Macht kommt, oder ob der Chef der Demokratischen Partei PD, Walter Veltroni, Ministerpräsident wird. 

    Die Wahllokale schliessen am Montag um 15 Uhr. Berlusconi liegt nach den letzten Umfragen vor seinem aussichtsreichsten Herausforderer Veltroni.

    Massimo Agostinis aus Rom

  • In der Schweiz soll das Tiermehl-Verbot aufgehoben werden.

    Züchter wollen wieder Tiermehl verfüttern

    In der Schweiz scheint die BSE-Krise überwunden. Nun soll das Verbot, Tiermehl zu verfüttern, teilweise aufgehoben werden. Das fordern  Geflügel- und Schweinezüchter.

    Dabei geht es auch ums Geld. Seit dem Tiermehl-Verbot wird Sojaschrot als wichtiger Eiweissträger verfüttert. Doch importierte Soja, vor allem gentechfreie, wird immer knapper und teurer.

    Peter Maurer

  • Würde der Pflanze neu definiert

    Die willkürliche Schädigung einer Pflanze ist moralisch unzulässig. Zu diesem Schluss kommt die eidgenössische Biotech-Ethik-Kommission.

    Die in der Verfassung verankerte Würde der Kreatur gelte auch für Pflanzen, betonte die Kommission. Eine Mehrheit der Kommission ist gleichzeitig aber der Meinung, dass gentechnische Veränderungen von Pflanzen die Würde der Kreatur nicht prinzipiell verletzten, solange deren Eigenständigkeit erhalten blieben.

    Die Biotech-Ethik-Kommission war vom Bund um Vorschläge gebeten worden, wie der Begriff «Würde der Kreatur» in der Verfassung konkretisiert werden könnte.

    Patrik Tschudin

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi