Das Ende der fetten Wirtschaftsjahre

Die US-Finanzkrise zieht auch die Schweiz in ihren Strudel: Die Konjunktur-Forschungsstelle der ETH Zürich spricht in ihrer Prognose von einer vorübergehenden Rezession.

Weitere Themen:

In Belgien, Grossbritannien und Deutschland müssen drei Finanzinstitute mit staatlichen Milliarden gerettet werden.

In Österreich geht man nach der Wahlschlappe SPÖ und ÖVP von langen und mühsamen Koalitionsverhandlungen aus.

In Bayern muss die CSU nach ihrer historischen Wahlschlappe nach einem Koalitionspartner Ausschau halten.

Beiträge

  • Die Wirtschafts-Kurve zeigt nach unten.

    Düstere Prognosen für Schweizer Wirtschaft

    Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) erwartet für 2009 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,3 Prozent. Zu stark belastet die Finanzkrise inzwischen die Konjunktur. Eine vorübergehende Rezession wird nicht ausgeschlossen.

    Schuld am Einbruch ist gemäss KOF vor allem ein «dramatischer Stimmungsumschwung» in der EU. Daher dürfte die Schweizer Export-Industrie einen starken Dämpfer erhalten. Der Export-Rückgang fällt zusammen mit einer Schwächephase der für die Schweiz ebenfalls sehr wichtigen Finanzbranche.  Der noch lebhafte private Konsum stützt die Wirtschaft zwar, kann den prognostizierten Einbruch aber nicht verhindern, sondern nur verzögern, so das Institut. Der in den letzten Jahren stetige und starke Anstieg der Beschäftigung gehe zu Ende.

    Eveline Kobler

  • Fortis ist in arger Schieflage.

    Bankenkrise zieht weitere Kreise in Europa

    Der niederländisch-belgische Bankkonzern Fortis, der Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) und die englische Bradfort & Bingley konnten die neue Geschäftswoche nur dank Rettungsplänen des Staates beginnen.

    In der Folge sorgten die Notenbanken weltweit für mehr Liquidität. So pumpte allein die Europäische Zentralbank 120 Milliarden Euro in den Markt, um die Liquidität im europäischen Bankensystem zu sichern. Auch in Grossbritannien, Asien und Australien reichten die Zentralbanken hohe Summen an die Banken aus.

    Thomas Oberer

  • US-Finanzminister Henry Paulson.

    USA suchen politische Wege aus der Finanzkrise

    Die Führer des Kongresses in Washinton haben nach langen Verhandlungen einen Kompromiss gefunden, wie der Rettungsplan für die US-Wirtschaft aussehen soll. Nun müssen sie in Senat und Repräsentantenhaus eine Mehrheit dafür gewinnen.

    Die Spitzenpolitiker stehen weiterhin hinter der Grundsatzeinigung über das 700-Milliarden-Dollar-Paket zum Aufkauf «giftiger» Papiere von Finanzinstituten. Angeregt worden war das Projekt von Finanzminister Henry Paulson.

    Beat Soltermann

  • Betretene Gesichter bei SPÖ-Chef Faymann (l) und ÖVP-Chef  Molterer.

    Triumph für Österreichs Rechtspopulisten

    Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Österreich schnitten die  Regierungsparteien SPÖ und ÖVP mit dem schlechtesten Resultat seit 1945 ab. Die Rechtsaussen-Parteien FPÖ und BZÖ kommen zusammen auf einen Wähler-Anteil von 29 Prozent.

    Nun geht in Österreich das Tauziehen um die neue neue Regierungskoalition los. Dabei können die von den bisherigen Regierungsparteien ungeliebten Rechtsparteien nicht ausser acht gelassen werden.

    Joe Schelbert

  • Berlin reagiert auf CSU-Debakel in Bayern

    Bei den Landtagswahlen in Bayern verlor die CSU ihre jahrezehntelange Vormachtstellung. Das hat auch Folgen für die grosse Schwesterpartei CDU und deren Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihre Wiederwahl im nächsten Jahr hängt auch von den Stimmen aus Bayern ab.

    Ursula Hürzeler

  • SVP gegen Betäubungsmittel-Gesetz

    Das Betäubungsmittel-Gesetz, über das am 30. November  abgestimmt wird, will die 4-Säulen-Politik des Bundes - Prävention, Therapie, Überlebenshilfe und Repression - definitiv im Gesetz verankern. SVP und EDU haben das Referendum ergriffen.

    Die Rechtsparteien stören sich an der Heroin-Abgabe, die nun, nach langer provisorischer Lösung, gesetzlich festgeschrieben werden soll.

    Bundesrat Couchepin verteidigt die Lösung als einzig machbaren Weg.

    Dominik Meier

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Marcel Jegge