Erfolg und Misserfolg in der Basler Chemie

Der Konzern Lonza erwirtschaftet einen Rekordgewinn, Konkurrentin Clariant streicht 1000 weitere Stellen.

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In der Ostschweiz leiden besonders Automobil-Zulieferunternehmen unter der Wirtschaftskrise.

US-Präsident Barack Obama hält in seiner ersten Amtswoche mehr als er verspricht und eint Fans und Kritiker.

In der brasilianischen Stadt Belém treffen sich Zehntausende zum Weltsozialforum.

Beiträge

  • Das Verwaltungsgebäude des Chemiekonzerns Lonza in Visp/VS.

    Lonza legt Rekordzahlen vor

    Gute Nachrichten aus Basel: Der Pharmazulieferer Lonza hat 2008 ein Rekordergebnis erzielt. Der Reingewinn stieg um fast 40 Prozent auf 419 Millionen Franken - und liegt damit über den Erwartungen der meisten Analysten.

    Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr nach Angaben von Lonza um gut zwei Prozent auf knapp drei Milliarden.

    Im Jahresbericht heisst es, Einsparungen und eine grössere Effizienz hätten zu dem guten Ergebnis geführt und andere Faktoren zum grossen Teil ausgeglichen - etwa negative Währungseffekte oder gestiegene Rohmaterialkosten.

    WirtschaftAllerdings geht fast ein Viertel des Reingewinns - rund 91 Millionen Franken - auf den Verkauf der verbliebenen Anteile an italienischen Spezialchemiehersteller Polynt zurück.

    Rainer Borer

  • «Gegengipfel» zum WEF beginnt in Nordbrasilien

    Einen Tag vor Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos beginnt in Nordbrasilien das 9. Weltsozialforum. Bis zum Wochenende werden in der Amazonasmetropole Belém bis zu 100 000 Globalisierungskritiker erwartet.

    Das Treffen versteht sich als «Gegengipfel» zu Davos und richtet sich gegen ungezügelte Globalisierung und neoliberale Wirtschaftsmodelle.

    Erwartet werden auch fünf Staatschefs aus Südamerika, darunter Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und dessen Amtskollege aus Venezuela, Hugo Chávez. Hauptthema dürfte neben der Situation der indigenen Bevölkerung im Amazonas die Weltwirtschaftskrise sein.

    Fredy Gsteiger

  • Obama wendet sich an die muslimische Welt.

    Neue Töne aus Washington

    US-Präsident Barack Obama ist gerade eine Woche im Amt, legt aber ein beachtliches Tempo vor: So setzte er mit dem Aus für das Gefangenenlager Guantánamo und einem Plädoyer für Diplomatie markante Zeichen.

    Die neuen Töne aus Washington sind auch in der arabischen Welt zu vernehmen: Vergangene Nacht hatte Obama dem Fernsehsender al-Arabija das erste offizielle Interview gegeben.

    Vermittlung im Nahen Osten

    Dabei räumte er selbstkritisch ein, dass die USA in der Vergangenheit «viel zu oft» versucht hätten, die politischen Rahmenbedingungen für den Nahen Osten zu diktieren.

    Obamas Sondergesandter für die Region, der erfahrene Krisenmanager George Mitchell, ist Anfang der Woche bereits zu einer achttägigen Reise in die Region aufgebrochen. Obama sagte, es sei wichtig, sich schon frühzeitig in seiner Amtszeit für die Lösung des Nahostkonflikts zu engagieren.

    Max Akermann

  • Schweizer Katholiken uneins über Papst-Diktum

    Papst Benedikt XVI. bleibt seiner konservativen Linie treu: Am Wochenende hob er die Exkommunikation von vier erzkonservativen Bischöfen auf - und sorgt damit auch unter Schweizer Katholiken für Diskussion.

    Für besonderen Zündstoff sorgt die Rehabilitierung des Bischofs Richard Williamson, der ein Leugner des Holocaust ist.

    Reaktionen aus der Pfarrei St. Michael in Wabern bei Bern.

    Toni Koller

  • Clariant baut weitere 1000 Stellen ab.

    Clariant streicht Stellen und Dividende

    Der Chemiekonzern Clariant leidet unter der schwächelnden Konjunktur und zieht Konsequenzen: Der Konzern streicht 1000 Stellen und lässt zudem die Dividende ausfallen.

    Auch einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen schliesst Clariant nicht aus. Ein solcher Schritt hänge davon ab, wie sich die Nachfrage entwickle, sagte ein Firmensprecher.

    Geschäftspläne mussten revidiert werden

    Nach Angaben von Clariant gibt es derzeit einen dramatischen Nachfrageeinbruck bei Textil- und Lederchemikalien. Die Geschäftspläne mussten revidiert werden, was zu Abschreibungen von rund 180 Millionen Franken im Schlussquartal 2008 führte.

    Sabine Manz

  • Im Rheintal leiden die Autozulieferer

    Die globale Wirtschaftskrise trifft in der Schweiz vor allem die vielen Unternehmen, die ihr Geld mit dem Export verdienen: Autozulieferer zum Beispiel.

    In der Ostschweiz, vor allem im Rheintal, haben sich besonders viele solcher Zulieferer angesiedelt. Tausende Arbeitnehmer stehen dort bereits bereits in Kurzarbeit - soviele wie nirgends sonst in der Schweiz.

    Roland Wermelinger

Moderation: Ivana Pribacovic, Redaktion: Marc Livingston