Finanzkrise zieht Realwirtschaft in Mitleidenschaft

Trotz eines Gewinns von mehr als 900 Millionen Dollar allein im dritten Quartal 2008 verlieren die Aktien der ABB innerhalb von zwei Tagen 20 Prozent. Die Anleger befürchten, die Finanzkrise belaste zunehmend auch Industriebetriebe.

Weitere Themen:

Häuser können in der Schweiz noch viele gebaut werden, aber wohl nicht mehr viele an verkehrstechnisch gut erschlossenen Orten.

In Italien demonstrieren Hunderte Studierender gegen die Reformen im Bildungswesen der Regierung Berlusconi.

Beiträge

  • ABB unter Druck.

    ABB-Aktien trotz guter Quartalszahlen auf Tauchkurs

    Der Elektrotechnikkonzern ABB hat für das dritte Quartal glänzende Zahlen vorgelegt, dennoch hat die Aktie in den vergangenen zwei Tagen rund 20 Prozent nachgegeben. Sie notierte zeitweise auf dem tiefsten Stand seit Sommer 2006.

    ABB legte von Juli bis September bei Gewinn und Umsatz um mehr als 20 Prozent zu. Der Reingewinn erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 927 Millionen Dollar. Der Umsatz wuchs um 22 Prozent auf 8,791 Milliarden Dollar.

    Aufträge gehen zurück

    Gründe für den Taucher der ABB-Papiere an der Börse werden vor allem im Auftragseingang gesehen. Dieser wuchs im dritten Quartal deutlich weniger stark als in den beiden vorangegangenen Quartalen. Die Bestellungen stiegen noch um sieben Prozent auf 8,885 Milliarden Dollar.

    Manuel Rentsch

  • England versucht sich für die schlechten Zeiten zu rüsten.

    Angst vor den Folgen der Krise in London und New York

    Weltweit wächst die Angst vor einer Rezession - und in den grossen Finanzzentren erhalten viele Menschen bereits jetzt einen Vorgeschmack darauf - in London und New York zum Beispiel.

    In beiden Städten sind erst wenige direkt betroffen, längst aber schauen Otto-Normalverbraucher vermehrt aufs Portemonnaie. Die Krise dominiert Gespräche in der U-Bahn, in Bars und Restaurants.

    Die DRS-Korrespondenten Priscilla Imboden und Beat Soltermann berichten aus London und New York.

  • Studenten protestieren gegen die Reform des Schulsystems.

    Italiens Schüler und Studenten begehren auf

    In Italien dauern die Proteste gegen die geplante Bildungsreform an, bereits seit Wochen blockieren Schüler und Studierende Schulen und Universitäten.

    Die Regierung will dennoch an ihren Sparplänen festhalten und droht den Demonstranten nötigenfalls mit Gewalt: Wenn Studenten aus Protest Hochschulen besetzten, müssten diese eben von der Polizei geräumt werden, sagte Regierungschef Berlusconi. Er werde nicht nachgeben. In Mailand sind Sicherheitskräfte bereits mit Knüppeln gegen Studenten vorgegangen.

    Der Protest richtet sich vor allem gegen die geplanten Budgetkürzungen an Primarschulen und Universitäten. Zudem soll Schülern künftig wegen schlechten Benehmens die Versetzung verweigert werden können. Auch sollen Grundschüler künftig fünf Jahre vom gleichen Lehrer unterrichtet werden und Schuluniformen tragen müssen.

    Rolf Pellegrini

  • Samuel Schmid an der ersten Parteiversammlung der BDP des Kantons Bern.

    Standortbestimmung bei der BDP Bern

    Vier Monate nach ihrer Gründung hat die BDP Bern zur ersten Parteiversammlung eingeladen. Von den 1400 Mitgliedern kamen rund 300 Anhänger, unter ihnen Bundesrat Samuel Schmid.

    Der Bundesrat wurde mit stehenden Ovationen begrüsst - auch wenn Parteimitglieder durchaus einräumen, dass die politischen Auseinandersetzungen um Schmid der Bürgerlich Demokratischen Partei in den vergangenen Wochen nicht gerade geholfen hätten.

    Bern gehört neben Graubünden zu den grössten kantonalen BDP-Parteien. Am 1. November soll eine nationale Partei gegründet werden.

    Sabine Gorgé

  • Ein Depot aus Kunstschnee in Davos.

    Sägemehl macht den Schnee von gestern haltbar

    In Davos haben Wissenschaftler und Tourismusverantwortliche einen neuen Weg getestet, Kunstschnee im Sommer zu lagern. Die neue Technik scheint vielversprechend - und gleichzeitig ganz einfach. Der Schnee wird in einer Hülle aus Sägemehl verpackt.

    Thomas Häusler

  • Schweizer Börse nach gutem Start leicht im Minus

    Die Schweizer Börse ist den schlechten Vorgaben aus USA und Asien nicht gefolgt. Nach einem bewegten Verlauf rutschte der Aktienmarkt später leicht ins Minus.

    Gute Quartalszahlen mehrerer Börsenschwergewichte bewahrten den Gesamtmarkt vor einem grösseren Rückgang.

    Nestlé sowie die beiden Pharmariesen Novartis und Roche hatten zuvor gute Ergebnisse im dritten Quartal präsentiert und wurden dafür mit Kursgewinnen belohnt. ABB und CS notierten hingegen im Minus.

    Barbara Widmer

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Marcel Jegge