Friedensnobelpreis für Al Gore

Eine grosse Auszeichnung für den Kampf gegen die Umwelt-Verschmutzung: Al Gore und der Uno-Klimarat erhalten den diesjährigen Friedensnobelpreis.

Weitere Themen:

Justizirrtümer kommen in der Schweiz häufiger vor als bisher angenommen.

China will weitere vier Millionen Menschen zwangsumsiedeln wegen des Drei-Schluchten-Staudamms.

Algerien will 300 000 Milchkühe importieren um nicht mehr so sehr vom Import abhängig zu sein.

Beiträge

  • Al Gore als grünes Gewissen der USA gewürdigt

    Al Gore und der Uno-Klimarat haben den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz zur weltweiten Mobilisierung gegen den Klimawandel bekommen.

    Gore ist der wohl bekannteste Klimaschützer der USA. Unter anderem wurde in diesem Jahr sein Dokumentarfilm «Die unbequeme Wahrheit» mit einem Oscar geehrt.

    Al Gore gehört der Demokratischen Partei an und war unter Bill Clinton Vize-Präsident. 2000 trat er selbst als Präsidentschaftskandidat an, verlor aber im November gegen den jetzigen Amtsinhaber George W. Bush. Diesem wird vorgeworfen, zu wenig gegen den Klimawandel zu tun.

    Peter Vögeli

  • Höchste Auszeichnung für Weltklimarat

    Al Gore teilt sich den Friedensnobelpreis mit dem Uno-Klimarat. Dieser habe durch seine wissenschaftlichen Berichte einen immer breiteren Konsens über die Beziehung zwischen menschlichen Aktivitäten und der globalen Erwärmung geschaffen, begründet die Schwedische Akademie ihren Entscheid.

    Der Klimarat ist ein Gremium von Wissenschaftern aus der ganzen Welt, darunter auch aus der Schweiz. Einer von Ihnen ist Professor Andreas Fischlin von der ETH Zürich.

    Ist die Auszeichnung eine Überraschung?

    Danièle Hubacher im Gespräch mit Andreas Fischlin

  • Justiz-Irrtümer in der Schweiz keine Seltenheit

    Auch in der Schweiz werden Menschen für Taten verurteilt, die sie nie begangen haben, zu diesem Schluss kommt eine bisher unveröffentlichte Studie der Universität Zürich.

    Die Daten sind brisant, kritisiert wird vor allem die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaften.

    Pascal Krauthammer

  • Peking plant weitere Zwangsumsiedlungen

    Wegen des umstrittenen Drei-Schluchten-Staudamms in China müssen in den nächsten Jahren weitere rund 4 Millionen Menschen umgesiedelt werden. Dadurch soll die Ökologie im Gebiet um das 600 Kilometer lange Wasserreservoir geschützt werden, begründet Peking diese Massnahme.

    Wegen der weltgrössten Wasserkraft-Anlage, die teilweise bereits in Betrieb ist, mussten bisher fast anderthalb Millionen Menschen ihre Häuser räumen.

    Peter Achten

  • Eigene Kühe für Algerien

    Algerien will 300 000 Milchkühe importieren, um nicht mehr auf die Einfuhr von teuren Lebensmitteln angewiesen zu sein. Das Land finanziert seine Importe seit jeher mit den Einnahmen aus dem Export von Oel und Erdgas.

    Seit mehr Anbauflächen für die Produktion für Bio-Kraftstoff verwendet werden, sind die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe geschnellt.

    Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind jene Länder, deren eigene Landwirtschaft die eigene Bevölkerung nicht zu versorgen vermag, und deshalb auf teure Einfuhren angewiesen sind.

    Alexander Gschwind

  • Sport-Wetten lohnen sich in der Schweiz nicht

    Die Wett-Quoten beim Sporttipp sind im Ausland massiv höher als in der Schweiz.

    Hierzulande fliesst ein Teil des Geldes an die Sportverbände und die Kantone. Diese investieren es in neue Sport- und Kultur-Projekte.

    Wenn nun aber immer mehr Schweizerinnen und Schweizer wegen der hohen Wett-Quoten im Ausland spielen, fliesst in der Schweiz bald gar kein Geld mehr.

    Marcel Melcher

Autor/in: Danièle Hubacher