Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hisbollah

Zwei Jahre nach dem Libanonkrieg tauschen Israel und die libanesische Hisbollah Gefangene und Leichen aus. Der Austausch löst in den beiden Staaten unterschiedliche Gefühle aus.

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Die Grossbank UBS kauft im grossen Stil Wertpapiere von unzufriedenen Kunden zurück.

Armeechef Roland Nef hat seiner ehemaligen Lebenspartnerin Geld bezahlt, um ihre Vorwürfe wegen Nötigung aus der Welt zu schaffen.

Am Leichathletik-Meeting in Luzern wird der behinderte südafrikanische Läufer Oscar Pistorius mitlaufen.

Beiträge

  • Hisbollah-Kämpfer übergeben die Särge der israelischen Soldaten an das Rote Kreuz.

    Hisbollah übergibt zwei Särge an Israel

    Im Rahmen des Gefangenenaustauschs zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah sind die Särge mit den sterblichen Überresten der beiden israelischen Soldaten an Israel übergeben worden.

    Doch erst wenn zweifelsfrei feststeht, dass es sich tatsächlich um die beiden Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev handelt, will Israel seinerseits fünf Gefangene sowie die sterblichen Überreste von rund 200 Libanesen und Palästinensern an die Hisbollah übergeben. Unter den Gefangenen ist auch der zu mehrfacher lebenslanger Haft verurteilte Samir Kantar.

    Der Gefangenenaustausch hat heute morgen um acht Uhr begonnen und ist immer noch im Gang, warum dauert die Identifizierung der beiden toten Soldaten so lange? Die Frage geht an Iren Meier.

    Danièle Hubacher

  • Armee-Chef Roland Nef gerät in Bedrängnis.

    Armeechef Nef hat für Verfahrenseinstellung bezahlt

    Armeechef Roland Nef hat seine ehemalige Partnerin finanziell entschädigt, damit das Verfahren gegen ihn eingestellt werden kann. Nun werden die Stimmen lauter, die einen Rücktritt Nefs fordern.

    Die Frau hatte Nef im Herbst 2006 wegen Nötigung angezeigt, nachdem der damalige Brigadier sie über längere Zeit hinweg vor allem in E-Mails bedrängt hatte. 

    In den letzten Tagen war bekannt geworden, dass VBS-Chef Samuel Schmid den Bundesrat bei der Wahl Nefs zum Armeechef nicht über die laufende Untersuchung gegen Nef informiert hatte.

    Philipp Burkhardt

  • UBS-Filiale in den USA: Die Bank versucht noch grösseres Ungemach abzuwenden.

    UBS versucht eine Image-Politur

    Die UBS will in den USA Wertpapiere im Betrag von 3,5 Milliarden Dollar von unzufriedenen Kunden zurück kaufen. Damit reagiert die Grossbank auf Betrugsklagen von US-Kunden.

    Die so genannten «Auction Preferred Stock» sind barmittel-ähnliche Wertschriften mit Dividenden-Auszahlungen, die in wöchentlichen oder monatlichen in Auktionen neu festgesetzt werden. Nachdem solche Auktionen im Februar mangels Nachfrage der Investmentbanken praktisch zusammengebrochen waren, konnten viele Investoren die Wertschriften nicht mehr verkaufen.

    Die UBS-Kunden, welche die inzwischen entwerteten «sicheren» Papiere besitzen, hatten die UBS in den USA daraufhin verklagt. Diesen Klagen versucht die UBS nun mit dem Rückkauf zuvor zu kommen.

    Thomas Rüst

  • Stadtbild in Halle an der Saale: Die Renaissance der «Platte»?

    Plattenbauten sind wieder gefragt

    In Osteuropa erleben die Plattenbauten eine Renaissance. Die einst verschmähten Wohnblocks werden liebevoll renoviert und neu bevölkert - mit Unterstützung der Politik.

    Die grossen Wohnblocks aus vorgefertigten Beton-Elementen sind eine besondere Errungenschaft des Sozialismus sowjetischer Prägung. Dutzende Millionen Menschen fanden darin seit den 1960er-Jahren ein modernes Zuhause, aber richtig glücklich wurde kaum jemand in den tristen Wohnsiedlungen Osteuropas. Wer es sich nach der Wende leisten konnte, zog in bessere Quartiere. Nun wendet sich das Blatt langsam.

    Marc Lehmann

  • Der südafrikanische Leichtathlet Oscar Pistorius.

    Pistorius will sich in Luzern für Peking qualifizieren

    Am Leichathletik-Meeting in Luzern zieht der Athlet Oscar Pistorius besondere Aufmerksamkeit auf sich. Der südafrikanische 400-Meter-Läufer rennt mit Beinprothesen, so genannten Blades.

    Pistorius läuft als Behinderter im Feld der Nicht-Behinderten mit. Im Mai hatte er vor dem internationalen Sportgericht in Lausanne das Recht erstritten, bei den Nichtbehinderten starten zu dürfen. Zuerst muss er sich aber für Olympia qualifizieren. In Luzern hat er dafür die letzte Gelegenheit.

    Ueli Reist

Moderation: Danièle Hubacher, Redaktion: Christoph Wüthrich