«Keine Trendwende - aber ein Fortschritt bei der UBS»

Die Grossbank UBS hat im 3.Quartal 2010 erstmals wieder neue Kundengelder anziehen können. Innert zweieinhalb Jahren waren der Bank zuvor Vertrauen und 400 Milliarden entzogen worden.

Weitere Themen:

Elternzeit: Die Kommission für Familienfragen will, dass mit einer Art «Elternurlaub» die Väter besser in die Familienarbeit einbezogen werden.

Korruption: Transparency International bezeichnet Korruption als grosses Hemmnis bei der Entwicklung armer Länder; auch die Entwicklungshilfe ist korruptionsgefährdet.

Beiträge

  • UBS bekommt erstmals wieder neue Kundengelder

    Die UBS hat in der Krise das Vertrauen vieler Kunden verloren. Wegen der Geschäftspraxis mit amerikanischen Steuerbetrügern, zogen Kunden ihr Geld von UBS-Konten ab: Quartal für Quartal, insgesamt 400 Milliarden Franken seit 2008.

    Jetzt, im dritten Quartal, nach zweieinhalb Jahren, fliessen der UBS wieder neue Gelder zu.

    Eveline Kobler

  • Abgeltungssteuer statt totale Transparenz?

    Die Schweiz verhandelt mit Grossbritannien und auch mit Deutschland über eine Abgeltungssteuer. So kämen die beiden Länder zu Steuergeldern aus den schwarzen Vermögen, nicht aber zu den Namen der Bankkunden. Die EU hätte lieber den automatischen Austausch aller Bankkundendaten.

    Wie reagiert Brüssel auf die Schweizer Verhandlungen mit Grossbritannien und Deutschland? Ein Gespräch mit Stephan Israel, EU-Korrespondent des «Tagesanzeigers».

    Curdin Vincenz

  • Mutterschaftsurlaub plus Elternzeit?

    Die Mutterschaftsversicherung, 14 Wochen lang, obligatorisch und gesamtschweizerisch, gibt es erst seit fünf Jahren. Für die eidgenössische Koordinationskommission für Familienfragen reicht das nicht, um Familien nach der Geburt eines Kindes zu unterstützen.

    Sie fordert darum zusätzlich eine Elternzeit von 24 Wochen. Davon sollen auch die Väter prfoitieren können und so mehr in die Familienarbeit einbezogen werden.

    Katrin Hug

  • Korruption hemmt Spendenfluss

    Jeder zehnte oder gar jeder fünfte gespendete Franken fliesst in falsche Kanäle. Yvan Maillard Ardenti von «Brot für alle» sagte gegenüber Schweizer Radio DRS: «In sehr korrupten Ländern fallen 10 bis 20 Prozent höhere Projektkosten an».

    Gravierende Fälle gab es jüngst bei schwedischen Organisationen in Sambia oder bei der deutschen GTZ im Kongo. Auch Schweizer Hilfswerke sind betroffen, zum Beispiel «Heks» in Niger.

    Fredy Gsteiger

  • Besonderer Besuch in der Schweizer Botschaft

    Per Sonderzug ist der Protest gegen das Stuttgarter Bahnhofprojekt in die Deutsche Hauptstadt gereist: 600 Protestierende führten in Berlin eine ganze Riehe von Aktionen durch. Eine davon war ein Besuch bei der Schweizer Botschaft - eine spezielle Mischung von Klamauk und politischem Lobbying.

    Casper Selg

  • In Frankreich hat sich der heisse Protest abgekühlt

    In Frankreich entspannt sich die Lage an der Streikfront. In drei der zwölf Raffinerien wird wieder gearbeitet. Die Kehrichtmänner in Marseille räumen die stinkenden Abfallberge weg und auch der Eisenbahnverkehr funktioniert wieder fast normal. Die Regierung spricht schon von einem Wendepunkt.

    Wohl zu früh.

    Ruedi Mäder

Moderation: Curdin Vincenz, Redaktion: Christoph Wüthrich