Pharmaindustrie weiterhin auf Erfolgskurs

Während vieler Schweizer Unternehmen bereits die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren bekommen, muss die Pharmaindustrie noch keine Gewinn-Einbussen präsentieren.

Weitere Themen

Schweizer Technologiefirmen spüren Konjunkturabschwung.

Isländer stellen sich auf drohenden Staatskonkurs ein.

Besserverdienende sind erste Opfer der Finanzkrise in England.

Beiträge

  • Pharmaindustrie bleibt stark.

    Schweizer Pharmakonzerne trotzen der Krise

    Die Schweizer Pharmaunternehmen spüren noch praktisch nichts von der Krise: Die Grossen der Branche - Novartis oder Roche - verbuchen allesamt stabile Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn.

    Für die guten Zahlen gibt es eine ganz plausible Erklärung: Ihr Produkte sind weniger konjunkturabhängig. Während bei Autos oder grossen Konsumgütern in Krisenzeiten gespart wird, können die Ausgaben für Medikamente in der Regel nicht einfach so zusammengestrichen werden.

    Sabine Manz

  • Kleinere Zuwachszahlen auch bei Logitech.

    Erste Lücken in den Auftragsbüchern

    Viele Unternehmen legen in diesen Tagen ihre Quartalszahlen vor - und bei vielen wird deutlich: Die Höhenflüge sind vorerst vorbei. Zwar nehmen die Umsätze immer noch zu, und die Unternehmen schreiben Gewinne - aber die Zuwachszahlen werden kleiner.

    EMS und Logitech spüren die Krise

    So kündigte der Spezialchemiekonzern EMS an, die Kosten zu senken, nachdem sich das Umsatzwachstum deutlich verlangsamt hatte. Der Rückgang ist vor allem auf weniger Aufträge aus der Automobilindustrie zurückzuführen.

    Auch Logitech, der Hersteller für Computerzubehör, stufte die Prognosen zurück. Umsatz und Gewinn würden wegen der unsichern Wirtschaftslage in Europa und den USA deutlich weniger stark wachsen als bis jetzt angenommen, teilte das Unternehmen mit.

    Barbara Widmer

  • Verärgerte isländische Bankkunden in Reykjavik.

    Krise macht Isländer zu EU-Befürwortern

    Kein anderes Land wurde von der Finanzkrise wohl so hart getroffen wie das kleine Island. Vor zwei Wochen musste die Regierung alle Banken verstaatlichen - das Geld für diese Rettungsaktion sucht Island derzeit im Ausland. Noch immer droht dem Land der Konkurs.

    Inzwischen aber versuchen die Bewohner des Inselstaates, sich auf die neue Situation einzustellen. Bei vielen Isländerinnen und Isländern wächst zudem die Zustimmung zur Europäischen Union - und zum Euro. Neuerdings befürwortet eine Mehrheit einen Beitritt.

    Bruno Kaufmann

  • Banker auf Job-Suche?

    Milliardenhilfe für die Banken verärgert viele Briten

    Auch die Briten bekommen die Folgen der Finanzkrise in diesen Tagen zu spüren. Bislang trifft es vor allem die Bessergestellten: Banker und Immobilienverkäufer verlieren ihren Job, an noblen Lagen sinken die Immobilienpreise.

    Weniger gutsituierte Briten betrachten die Entwicklung derzeit mit einer Mischung aus Erstaunen und Sorge - und fragen nach dem Sinn der unvorstellbar hohen Ausgaben des Staates für die Rettung der Banken.

    Priscilla Imboden

  • In den USA trifft die Krise auch Studenten.

    US-Studenten geht das Geld aus

    In den USA trifft die Krise neben Hausbesitzern, Bankern und Börsianern auch eine ganz andere Gruppe: Studentinnen und Studenten. Viele von ihnen finanzieren ihre Ausbildung mit privaten Studienkrediten. Die aber werden nun knapp.

    Max Akermann.

  • Werner Seitz

    Politologe Seitz: «SVP-Kurs hat die eigene Basis irritiert»

    Vor genau einem Jahr wurde in der Schweiz gewählt. Seither hat sich einiges getan: Eine neue Partei ist entstanden, und die Wahlsiegerin SVP zog sich mit Pauken und Trompeten in die Opposition zurück.

    Wirklich verändert habe das die parlamentarische Arbeit aber nicht, so der Politologe Werner Seitz.

    Anfänglich habe die SVP mit dem Oppositionskurs die Basis noch mobilisieren können. Spätestens aber mit der Haltung zum Rüstungsprogramm oder mit den Attacken auf Bundesrat Samuel Schmid habe die Parteiführung Teile der Basis irritiert.

    Pascal Krauthammer

  • Wasserfallen: «Will als Vorderbänkler wahrgenommen werden»

    Seit genau einem Jahr sitzt Christian Wasserfallen/BE für die FDP im Nationalrat. Vier Sessionen hat er seither miterlebt, nachdrücklich blieb ihm die Debatte über das Rüstungsprogramm in Erinnerung.

    Sein Ziel für die nächsten Jahre: Er wolle «Ansprechpartner Nr.1 werden für ein bestimmtes Thema».

    Oliver Washington

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Marcel Jegge