Schmid informiert erneut zum Fall Nef

Bundesrat Samuel Schmid will erneut zur Affäre um Armeechef Roland Nef informieren.

Weitere Themen:

In Genf diskutiert die Welthandelsorganisation WTO über die Liberalisierung des Welthandels.

Roche übernimmt seine Tochter Genentech.

EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy reist in Sachen EU-Vertrag nach Irland.

Beiträge

  • Samuel Schmid

    Schmid will sich erneut zum Fall Nef äussern

    Bundesrat Samuel Schmid wird sich heute erneut zur Kontroverse um Armee-Chef Roland Nef äussern. Dies nachdem unbestätigte Vorwürfe kolportiert wurden, wonach Nef seine ehemalige Freundin massiv belästigt haben soll.

    Es geht um Anschuldigungen in der gestrigen Ausgabe der «SonntagsZeitung». Die Zeitung publizierte Auszüge aus einem Polizeiprotokoll, laut dem Nef im Namen seiner früheren Lebenspartnerin auf Sexinserate geantwortet haben soll. Daraufhin sei sie von unbekannten Männern kontaktiert worden.

    Die Frage an Pascal Krauthammer: Wie hat man im Bundeshaus auf die neuen Vorwürfe reagiert?

    Danièle Hubacher

  • WTO-Generaldirektor Pascal Lamy leitet das Ministertreffen in Genf.

    WTO streitet über Abbau von Handels-Hemmnissen

    Mit der jetzigen Verhandlungsrunde der Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation WTO soll der Welthandel liberalisiert werden, damit die Entwicklungsländer profitieren können. Doch jeder verteidigt sein Gärtchen so gut es geht.

    Im Rahmen dieser so genannten Doha-Runde soll erreicht werden, dass die Agrar-Subventionen massiv gesenkt werden. Die Industrieländer erwarten im Gegenzug Zugeständnisse bei den Zöllen für Industrieprodukte.

    Nun wird heftig gestritten, denn die einzelnen Länder wollen ihren eigenen Markt vor ausländischen Produkten schützen. Sei es mit Subventionen, sei es mit Schutzzöllen.

    Danièle Hubacher

  • Arme Länder sollen von einem freien Welthandel profitieren.

    Tiefe Einfuhrzölle sind keine Erfolgsgarantie

    Verfechter eines freien Welthandels führen an, dass er den armen Ländern die Möglichkeit biete, sich zu entwickeln und den Rückstand gegenüber den Industrienationen aufzuholen. Doch Zweifel an diesem Argument sind berechtigt.

    Die EU und die Schweiz zum Beispiel sind den ärmsten Ländern bereits entgegen gekommen und haben die Einfuhrzölle für deren Produkte abgeschafft. Aber eine Studie zeigt, dass dies alleine nicht viel gebracht hat.

    Markus Mugglin

  • Roche-Konzernchef Severin Schwan.

    Riskanter Schachzug von Roche?

    Roche hat die grösste Übernahme in der Schweizer Unternehmensgeschichte angekündigt. Der Basler Pharmakonzern will für 43,7 Milliarden Dollar seine amerikanische Biotechnologie-Tochter Genentech vollständig übernehmen.

    Der Schweizer Branchenführer ist seit 18 Jahren Mehrheitsaktionär von Genentech. Mit der Übernahme will Roche Doppelspurigkeiten eliminieren und Synergien schaffen.

    Obwohl heute ein guter Teil des Erfolgs von Roche auf den Medikamenten von Genentech basiert, wird die Übernahme teilweise als riskanter Schachzug eingestuft. Denn es fragt sich, ob die Tochter auch nach der Übernahme innovativ bleibt.

    Rainer Borer

  • Sarkozy sucht in Irland Ausweg aus EU-Sackgasse

    Frankreichs Präsident und EU-Ratsvorsitzender Nicolas Sarkozy ist auf Irland-Mission. Bereits im Vorfeld hatte Sarkozy klargemacht, dass Irland über den EU-Vertrag neu abstimmen müsse.

    Im Juni durften die Iren als einziges europäisches Volk über den EU-Reformvertrag von Lissabon abstimmen und lehnten ihn ab. Seither herrscht Konfusion über das weitere Vorgehen.

    Offiziell erhielt Irland Bedenkzeit, aber die französische Ratspräsidentschaft drängt zur Eile und will den Vertrag ratifizieren lassen.

    Sarkozy will nun mit dem irischen Regierungschef Brian Cowen und mit Vertretern der Opposition sprechen, um einen Ausweg aus der Reformkrise zu finden.

    Martin Alioth

Moderation: Danièle Hubacher, Redaktion: Mark Livingston