Schockwelle an Börsen rollt weiter

Einen Tag nach dem grossen Kollaps der US-Bankenwelt haben verschiedene Zentralbanken versucht, mit Milliardenbeträgen gegen den Sog anzukämpfen. Die Aktienkurse an den Börsen fallen derweil weiter.

Weitere Themen:

Der Nationalrat befasst sich mit der Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene.

In der Ukraine ist das Regierungsbündnis von Ministerpräsidentin Julia Timoschenko zerbrochen.

Diesen Winter wird es in der Schweiz erstmals seit Ausbruch der Vogelgrippe keine handfesten Massnahmen geben.

Beiträge

  • Die Schweizer Börse fällt, allen voran die UBS-Aktie.

    Stimmen zur Finanzkrise

    Banken schliessen, Milliardenbeträge gehen verloren und die Börse bricht ein. Immer mehr Menschen, auch in der Schweiz, sorgen sich um die Finanzkrise.

    Wirtschaftsredaktor Manuel Rentsch hat sich in der Schweizer Finanzmetropole Zürich umgehört. Das Fazit der gesamelten Aussagen: «Wir müssen wieder bescheidener werden.»

    Manuel Rentsch

  • Der US-Versicherungsriese AIG ist in Schieflage geraten.

    Finanzkrise: Versicherer AIG nächster Notfall

    Nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers kämpft auch der US-Versicherungsriese AIG um sein Überleben. Er benötigt dringend frisches Kapital. Doch die Investoren zögern.

    Die Suche wird immer schwerer, denn die drei wichtigsten Ratingagenturen reduzierten am Dienstag ihre Bonitätsnoten für den einst weltgrössten Versicherer American International Group (AIG). Dies verteuert die Refinanzierung und könnte eine existenzbedrohende Kettenreaktion auslösen.

    Eveline Kobler

  • Güter sollen vermehrt auf die Schiene verlagert werden.

    Nationalrat befürwortet Alpentransitbörse

    Der Nationalrat ist gegen den Willen der SVP auf das Gesetz zur Verlagerung des Güterverkehrs eingetreten. Es soll die Basis für eine Alpentransitbörse schaffen und das Verlagerungsziel neu definieren.

    Es sei der Auftrag des Volkes, den Alpen querenden Verkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern, sagte Andrea Hämmerle von der SP im Namen der Verkehrskommission.

    Um das Ziel von nur noch 650 000 Lastwagenfahrten pro Jahr zu erreichen, müsse ein neues Instrument - die Alpentransitbörse - geschaffen werden, erklärte Hämmerle.

    Von einem solchen «planwirtschaftlichen Instrument» hält die SVP allerdings nichts.

    Geraldine Eicher

  • Ukraines Regierungschefin Julia Timoschenko.

    Koalition in der Ukraine aufgelöst

    In der Ukraine ist das Regierungsbündnis von Ministerpräsidentin Julia Timoschenko zerbrochen. Grund ist ein Streit um Kompetenzen zwischen Timoschenko und Staatspräsident Juschtschenko.

    Zwei Alternativen gelten nun als wahrscheinlich: Entweder bildet die Timoschenko-Partei mit der pro-russischen Partei von Ex-Regierungschef Janukowitsch eine neue Regierung. Gelingt ihr dies nicht innerhalb von 30 Tagen, gibt es noch dieses Jahr Neuwahlen.

    Robert Stähli

  • Die Milchprodukte werden aus dem Verkauf genommen.

    Verseuchte Babymilch in China

    In China sind 1200 Säuglinge schwer erkrankt nachdem sie verseuchte Milch der chinesischen Firma Sanlu getrunken hatten. Bisher starben zwei Säublinge.

    Die Zahl der erkrankten Kinder könnte massiv steigen. Die Behörden rechnen mit rund 10'000 Opfer der verseuchten Babymilch. Die mit Wasser gepantschte Milch enthält die Chemikalie Melamin.

    Urs Morf

  • Österreichs Wahlvolk ist misstrauisch

    In 12 Tagen wählt Österreich ein neues Parlament. Die Parteien versprechen das Blaue vom Himmel. Doch die Wählerinnen und Wähler schenken ihnen kein Vertrauen mehr. Dies zeigen Umfragen.

    Vor zwei Jahren verhalfen Verheissungen der SPÖ zum Wahlsieg. Doch die Partei hielt nicht, was sie versprochen hatte. Im Gegensatz zu den Politikern hat das Wahlvolk das nicht vergessen, und droht den Urnen fern zu bleiben.

    Joe Schelbert

  • Das Risiko für einen Ausbruch der Vogelgrippe in der Schweiz ist derzeit klein.

    Kleines Risiko für Vogelgrippe

    In der Schweiz wird es diesen Winter zum ersten Mal seit Ausbruch der Vogelgrippe vor drei Jahren keine handfesten Massnahmen geben. Es gibt also keine Stallpflicht, kein Freiland-Verbot und es werden keine Risikogebiete bestimmt.

    Das Risiko, dass in einem Schweizer Geflügelbetrieb Voggelgrippe ausbricht, sei derzeit klein. Zumindest vorläufig, heisst es beim Bund.

    Peter Maurer

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Mark Livingston