Traumatischer Krieg im Gazastreifen

Traumatisch und extrem: So bezeichnet das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Lage für die Palästinenser im Gazastreifen nach zehn Tagen Krieg.

Weitere Themen:

Der Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine wirkt sich immer stärker auf die Versorgung für Ost- und Mitteleuropa aus.

Das Computerzubehör-Hersteller Logitech baut rund 1400 Stellen ab.

Beiträge

  • Humanitäre Krise im Gazastreifen

    Im Gazastreifen besteht nach Einschätzung des IKRK eine «humanitäre Krise» in vollem Ausmass. Die Lage für die palästinensische Zivilbevölkerung sei «als Folge von zehn Tagen ununterbrochener Kämpfe extrem und traumatisch».

    Dies sagte der Delegationsleiter der Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Pierre Krähenbühl, in Genf. Die Nacht zum Dienstag sei nach Informationen von IKRK-Mitarbeitern in Gaza die «bisher schrecklichste» gewesen.

    Die Zahl von getöteten oder verletzten Bewohnern steige weiter und die Stromversorgung in der Stadt Gaza könne jeden Augenblick zusammenbrechen.

    Markus Mugglin

  • Zunehmend Proteste in Kairo

    Nicht nur Israel, auch das dem Gazastreifen benachbarte Ägypten hat die Grenzen zu dem Palästinensergebiet geschlossen. Tausende Palästinenser möchten ins sichere Nachbarland flüchten.

    Das führt auch in Ägypten zu Spannungen. Bereits ist es zu ersten Protesten gegen die Politik der Regierung von Husni Mubarak gekommen. Diese nutzt offenbar die Situation, die Muslimbrüder in die Schranken zu weisen und etliche von ihnen zu verhaften. 

    Die Frage an die NZZ-Korrespondentin in Ägypten, Christina Bergmann: Wie ist die Stimmung in Kairo, inwiefern ist der Krieg im Gazastreifen ein Thema?

    Ivana Pribakovic

  • Noch ist der Gashahn zu - hier in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

    Es fliesst weniger Gas nach Westen

    Seit Tagen schon schwelt der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland. Nun werden die dadurch verursachten Lieferengpässe immer mehr spürbar.

    Seit neustem beklagen Bulgarien, Kroatien und Mazedonien, dass kein russisches Gas mehr fliesse. Zudem melden die Türkei und Österreich Ausfälle. Auch in Deutschland wird erwartet, dass sich die Gasmenge, die über die Ukraine importiert wird, in Kürze verringern wird.

    Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, für die Lieferengpässe verantwortlich zu sein. Der Gas-Streit wird immer mehr zum Politikum.

    Brigitte Zingg

  • Logitech-Hauptsitz in Morges: Der Computerzubehör-Hersteller will weltweit Hunderte Stellen streichen.

    Logitech streicht 1400 Stellen

    Der Computerzubehör-Hersteller Logitech tritt nach einem schlechten Weihnachtsgeschäft auf die Kostenbremse. Weltweit sollen rund 1400 Stellen gestrichen werden.

    Im Weihnachtsquartal habe sich das Konsumumfeld markant verschlechtert, teilte Logitech mit. Das Geschäft ist offenbar so unberechenbar geworden, dass der für Computermäuse berühmte Waadtländer Konzern für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 keine Prognose mehr machen will.

    In den kommenden Monaten erwartet Logitech ein sich weiter verschlechterndes Wirtschaftsumfeld. Der Konzern passe daher seine Kostenstruktur an: Weltweit solle die Zahl der Angestellten zusätzlich zu laufenden Kostensenkungsmassnahmen um rund 15 Prozent reduziert werden. 2007 beschäftigte der Konzern rund 9400 Menschen.

    Manuel Rentsch

  • «Los Angeles Times» in der Krise: Renommierten US-Verlagen droht das Aus.

    US-Zeitungsverlage in der Krise

    Die Finanzkrise stürzt neben der Autoindustrie zunehmend weitere Branchen ins Elend: So etwa die Zeitungsverlage. Besonders prekär ist ihre Lage in den USA.

    So ist der drittgrösste US-Medienkonzern, die «Tribune»-Gruppe, bankrott und einst so renommierte Zeitungen wie die «Los Angeles Times», die «Chicago Tribune» oder die «Baltimore Sun» sind  gefährdet. Und dies sind nur die prekärsten Beispiele.

    Während in Europa die Auflagen und Inserateeinnahmen vieler Zeitungen bröckeln, brechen sie in den Vereinigten Staaten regelrecht zusammen.

    Die Zukunft der US-Zeitungslandschaft sieht ausgesprochen düster aus. Die Blätter befinden sich in einem Teufelskreis: Mit weniger Geld können weniger gute Zeitungen gemacht werden, was wiederum negative Auswirkungen auf die Leserzahlen hat.

    Fredy Gsteiger

  • Schweizer Verlage geraten unter Druck

    Nicht nur in den USA, auch in der Schweiz gerät die Presse zunehmend unter Renditedruck. Immer mehr Verlage kommen in Hände von Investoren, die Gewinne sehen wollen.

    Lange Jahre hatten in der hiesigen Presselandschaft branchenfremde Investoren nichts zu sagen. Es dominierten grosse Verlegerfamilien wie die Ringiers, die Familien Hagemann bei der «Basler Zeitung» oder Coninx beim «Tages-Anzeiger».

    So auch bei der «NZZ»: Handverlesenen Aktionären aus vornehmlich freisinnigem Haus war der rechte Kurs des Unternehmens wichtiger als der steigende Kurs ihres Wertpapiers. Doch dies ändert sich zusehends.

    Klaus Bonanomi

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Christoph Wüthrich