US-Notenbank rettet taumelnde AIG

Mit 85 Milliarden greift die US-Regierung dem schwer angeschlagenen Versicherungsriesen AIG unter die Arme.

Weitere Themen:

Der Nationalrat will die Alpentransitbörse als Mittel gegen die Brummis auf der Strasse einführen.

Der Ständerat bleibt beim Schutz vor dem blauen Dunst hart und will auch keine kleinen Raucherbeizen.

Die Schweizer Delegation hat an den Paralympics insgesamt elf Medaillen geholt.

Beiträge

  • Das «Eccles Building», Hauptsitz des Federal Reserve in Washington D.C.

    US-Regierung rettet AIG

    Die US-Regierung rettet den Versicherungsriesen American International Group (AIG) durch einen Milliardenkredit, übernimmt aber zugleich die Mehrheit an dem Unternehmen.

    AIG, einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt, erhält von der US-Notenbank Fed einen Notkredit in Höhe von 85 Milliarden Dollar über zwei Jahre. Damit wird die drohende Zahlungsunfähigkeit vermieden. Im Gegenzug übernimmt die Regierung einen Anteil von 79,9 Prozent an AIG.

    Dieser neuste Versuch, die weltweite Finanzkrise in den Griff zu bekommen, hat an den Aktienbörsen Erleichterung ausgelöst, aber auch Verwunderung über den Zickzackkurs der US-Regierung. Denn noch am Montag verweigerte Washington der Investment-Bank Lehman Brothers jegliche Hilfe.

    Max Akermann

  • Bei Investoren ist nur noch Kopfschütteln angesagt.

    Auch die Banker fischen im Trüben

    In den USA rettet die republikanische Regierung in Schieflage geratene Finanzhäuser quasi durch Verstaatlichung, während sich Vertreter der Demokraten kritisch dazu äussern.

    Nicht nur in den USA, auch hierzulande sorgt diese verkehrte Welt für Hektik. Seit Tagen ist bei Investoren und Börsianern nur noch Kopfschütteln angesagt. Die Frage stellt sich, wie die Schweizer Banker mit dieser Ungewissheit umgehen sollen.

    Dagmar Zumstein

  • Alpentransitbörse als Mittel gegen die Brummis auf der Strasse.

    Nationalrat für Alpentransitbörse

    Der Nationalrat stellt sich hinter die Idee einer Alpentransitbörse als Mittel gegen die Brummis auf der Strasse. Doch er will den Bundesrat nicht zur Einführung verpflichten.

    Die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene geht nicht im gewünschten Tempo voran. Weil der Volkswille nicht in der vorgegeben Zeit umgesetzt werden kann, verschiebt die Grosse Kammer das Ziel um rund zehn Jahre.

    Das Güterverkehrverlagerungsgesetz soll dem Bundesrat nur die Ermächtigung geben, mit der EU Verhandlungen über die Einführung eines Systems zur Versteigerung von Durchfahrtsrechten durch die Alpen zu führen. Für die Umsetzung der Transitbörse muss er aber dem Parlament eine Gesetzesvorlage unterbreiten.

    Géraldine Eicher

  • Ständerat will keine Raucherbeizen.

    Ständerat will absolutes Rauchverbot in Beizen

    Der Ständerat bleibt beim Schutz vor dem Passivrauchen hart. Betreibern von kleinen Gaststätten und Bars will er es nicht ermöglichen, reine Raucherlokale zu führen. Der Nationalrat dagegen möchte Raucherbeizen zulassen. 

    Die kleine Kammer folgte mit 25 zu 18 Stimmen der Minderheit der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Die Kommissionsmehrheit hätte sich mit einem Kompromiss dem Nationalrat annähern und reine Raucherbeizen unter Voraussetzungen zulassen wollen.

    Die Frage an Pascal Krauthammer im Bundeshaus: Warum bleibt der Ständerat in dieser Sache so hart?

    Daniel Schmidt

  • Umstrittene Wache mit geladener Waffe

    Beim Wachtdienst mit durchgeladener Waffe ist es letzte Woche gleich zu zwei ungewollten Schussabgaben gekommen.

    Neben dem Fall in Bure (JU) ereignete sich auch auf dem Innerschweizer Schiessplatz Glaubenberg ein solcher Vorfall. In Bure wird auf Befehl des örtlichen Kommandanten inzwischen keine Wache mit durchgeladener Waffe mehr geschoben.

    Seit Anfang Jahr kam es im Wachdienst der Armee damit schon zu fünf ungewollten Schussabgaben. Auch nach den jüngsten Vorfällen verteidigt man im Verteidigungsministerium VBS diesen umstrittenen Befehl.

    Peter Maurer

  • Edith Hunkeler (l.) und Sandra Graf freuen sich über die gewonnenen Medaillen.

    Erfolgreiche Paralympics zu Ende

    In Peking gehen die Paralympics zu Ende. Für die Schweiz endeten die Spiele mit einem letzten Höhepunkt: im Rollstuhlmarathon der Frauen gab es Gold und Bronze.

    Edith Hunkeler hat Gold gewonnen, Sandra Graf rundete den Schweizer Triumph mit dem Gewinn der Bronzemedaille ab.

    Auch die chinesischen Veranstalter dürfen zufrieden sein, setzten sie doch einen neuen Meilenstein im Behindertensport.

    Yvonn Scherrer

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Mark Livingston