Eine Aktionswoche warnt vor der Gefahr in der Heimapotheke

Pillen, Pulver, Globuli: Wer viele Medikamente einnehmen muss und dies dem Apotheker oder dem Arzt nicht angibt, lebt gefährlich. Darauf soll jetzt eine Aktionswoche aufmerksam machen.

Viele Pillen auf einem Haufen
Bildlegende: Der Mix macht's: Falsch dosierte Medikamente können Ihre Gesundheit gefährden. Keystone

Etwa fünf bis sieben Prozent aller Spitalbesuche erfolgen, weil die Medikamente nicht richtig dosiert oder falsch eingenommen wurden. Aber auch, weil der Mix aus verschiedenen anderen Medikamenten zu gesundheitsschädigenden Reaktionen führten. Die Folgen reichen von leichten Gesundheitsstörungen bis hin zum Tod des Patienten.

Aber nicht nur der Patient ist schuld. Fehler passieren auch im Spital. So kann es vorkommen, dass die Medikamente einfach an die falschen Patienten verschrieben werden, weil Namen vertauscht wurden. Oder weil die Medikamente ganz einfach falsch dosiert wurden. So entstehen in der Schweiz Kosten von bis zu 100 Millionen Franken pro Jahr.

Aktionswoche Medikationssicherheit

Eine Aktionswoche von Stiftungen, Plattformen und Bündnissen soll nun die Patienten auf die Probleme aufmerksam machen. Dieter Conen, Präsident der Stiftung für Patientensicherheit Schweiz, sagt, dass die Gefahren vermeidbar seien. «Das Ziel ist, die Risiken bei der Gabe von Arzneimitteln so gering wie möglich zu halten.»

Wie lassen sich Risiken minimieren? Zum Beispiel mit einem Medikamentenplan, den man selber ausfüllen kann. Der Patient kann darauf seine Medikamente vermerken und dem Apotheker oder Arzt vorzeigen. So wissen die Fachleute, welche Medikamente entweder überflüssig sind oder welcher Medikamenten-Mix gefährlich werden könnte.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Rouven Born