Masern eliminieren: Notwendiger Schutz oder Hysterie?

Seit einem Monat läuft die «Stopp Masern»-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit. Das Ziel ist klar: Bis im Jahr 2015 sollen Masern in der Schweiz eliminiert sein, sprich: 95 Prozent der Bevölkerung soll dann geimpft sein oder die Masern durchgemacht haben.

Masern gelten als hoch ansteckende Infektionskrankheit. Der empfiehlt deshalb eine Impfung.
Bildlegende: Masern gelten als hoch ansteckende Infektionskrankheit. Der empfiehlt deshalb eine Impfung. Keystone

Die Schweiz hat sich als Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu verpflichtet, bis 2015 die Masern auszurotten. Bis dann soll sich die Infektionskrankheit in Europa nicht mehr weiter ausbreiten können.

Seit einigen Wochen nun läuft die entsprechende Kampagne des Bundesamts für Gesundheit (BAG) mit Plakaten, Fernseh-Spots und so weiter. Darin werden Personen, welche die Masern nicht hatten oder nur einmal geimpft sind, aufgerufen sich gegen Masern impfen zu lassen. So will die Schweiz das Ziel der WHO erreichen.

Nicht alle haben Freude an der Kampagne: Impfkritiker sagen, die Masernimpfung sei unter anderem mitverantwortlich für zahlreiche Allergien. Zudem werde die Bevölkerung zu wenig darüber informiert, dass die Masernimpfung erhebliche Nebenwirkungen haben könne.

Auf der einen Seite also Behörden und unzählige Mediziner, welche zum Impfen aufrufen auf der anderen Seite die kritischen Stimmen. Entsprechend herrscht Verunsicherung.

Die Sendung «Treffpunkt» greift diese Verunsicherung auf mit Stimmen vom BAG, von Impfkritiker Daniel Trapptisch, mit SRF 1-Ratgeber-Arzt Felix Huber und mit der Stiftung für Konsumentenschutz. Ausserdem zeigt der Berner Medizinhistoriker Hubert Steinke die Geschichte des Masern-Virus auf.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Stefan Wüthrich