Salzburger Festspiele: Fresken und Kathedralen

Kirchenmusik mit sinfonischem Anspruch und sinfonische Musik vor geistlichem Hintergrund: In Salzburg treffen Werke von Martinu und Bruckner aufeinander.

Ein Fresko von Piero della Francesca.
Bildlegende: Ein Fresko aus «Die Legende des wahren Kreuzes» von Piero della Francesca. Wikimedia / The Yorck Project

Bilder des italienischen Renaissance-Malers Piero della Francesca waren für Bohuslav Martinu Anregungen für seine Musik. Martinus sinfonische Tableaux beziehen sich auf die Legende vom heiligen Kreuz, das in den Fresken della Francescas bei der Darstellung der Königin von Saba auftaucht oder im Traum von Kaiser Konstantin.

Anton Bruckner hingegen brauchte keine Bilder, um seinem Glauben musikalisch Ausdruck zu geben, aber ein grosses sinfonisches Orchester. In beiden Werken begegnen sich somit Kirche und Konzertsaal.

Bohuslav Martinu: Die Fresken des Piero della Francesca
Anton Bruckner: Messe Nr. 3 f-Moll

Wiener Philharmoniker
Chor des Bayerischen Rundfunks
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Dorothea Röschmann, Sopran
Karen Cargill, Alt
Christian Elsner, Tenor
Franz-Josef Selig, Bass

Konzert vom 25. Juli 2015, Grosses Festspielhaus, Salzburg

Redaktion: Patricia Moreno