Salzburger Festspiele: Ritterspiele bei Schubert

Im Jahr 1823 komponiert Franz Schubert nicht nur seine «Schöne Müllerin», er schreibt auch seinen «Fierrabras». Denn Schubert produzierte nicht nur Lied um Lied, er wollte auch auf die grosse Bühne.

Sopranistin Julia Kleiter.
Bildlegende: Sopranistin Julia Kleiter. Theodora Richter/Paris

Doch ein richtig berühmter Opernkomponist ist er dennoch nicht geworden. Teils weil Rossini ihm das Wasser in Wien abgegraben hat, teils weil Schubert auch einfach Pech hatte.

Heute ist das anders: Der «Fierrabras» gehört zu Schuberts meistaufgeführten Opern (Schubert selbst hat sie freilich nie auf einer Bühne gehört). Dies weniger wegen der erzählten «heroisch-romantischen» Geschichte, die uns heute etwas gar befrachtet erscheint, sondern wegen der Musik: Schubert schreibt Arien, Duette, Terzette sowie ganze Ensemble- und Chorszenen, die er mit seiner geballten musikalischen Fantasie ausstattet. Dieses Jahr war der «Fierrabras» in Salzburg zu erleben.

Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Ingo Metzmacher, Leitung
Julia Kleiter, Sopran (Emma)
Dorothea Röschmann, Sopran (Florinda)
Marie-Claude Chappuis, Mezzosopran (Maragond)
Michael Schade, Tenor (Fierrabras)
Georg Zeppenfeld, Bass (König Karl)
Markus Werba, Bariton (Roland)
Benjamin Bernheim, Tenor (Eginhard)
Peter Kálmán, Bariton (Boland)
Manuel Walser, Bariton (Brutamonte)

F. Schubert: Fierrabras. Heroisch-Romantische Oper in drei Akten

Aufführung vom 13. August 2014, Haus für Mozart, Salzburg

Redaktion: Gabriela Kaegi