Salzburger Festspiele: Teodor Currentzis und Mozarts «Idomeneo»

Furore hat Teodor Currentzis gemacht, als er seine Lesarten von Mozarts «Don Giovanni», «Così» oder dem «Figaro» vorlegte. In Salzburg hat der Dirigent nun Mozarts Jugendoper «Idomeneo» dirigiert in einer Inszenierung von Peter Sellars.

Ein Mann dirigiert ein Orchester
Bildlegende: imago / Ernst Wukits

Und da wurde einiges für Aug und Ohr geboten. Die Regie blickt auf die alte Geschichte mit den Augen von Heute, verfrachtet die Handlung von Kreta nach Kiribati, jener ersten vom ansteigenden Meeresspiegel bedrohten Insel. Die Klimakatastrophe schwappt über in die Salzburger Felsenreitschule.
Und fürs Ohr: Da haben wir den Dirigenten Currentzis, der gerne zuspitzt in seinen Interpretationen und hier mit dem Freiburger Barockorchester auf ein Ensemble der Spitzenklasse trifft. Zusammen mit dem Team der Sängerinnen und Sänger entsteht ein musikalischer Sog, in dem die drei Frauenfiguren besonders hervorstechen.

Wolfgang Amadé Mozart: Idomeneo. Opera seria in 3 Akten KV 366

Freiburger Barockorchester
musicAeterna Choir
Teodor Currentzis, Leitung
Russell Thomas, Tenor (Idomeneo)
Paula Murrihy, Sopran (Idamante)
Ying Fang, Sopran (Ilia)
Nicole Chevalier, Sopran (Elettra)
Levy Sekgapane, Tenor (Arbace)
Issachah Savage, Tenor (Gran Sacerdote)
Jonathan Lemalu, Bass (Nettuno / La voce)

Aufführung vom 27. Juli 2019, Felsenreitschule, Salzburg

Die Oper steht bis sieben Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Moderation: Annelis Berger, Redaktion: Jenny Berg